Noch sind die letzten Arbeiten im Gange, die Bauarbeiter noch beschäftigt mit der Aussengestaltung. Dennoch kann das «Mikado» in Windisch bald Neueröffnung feiern. «Mit grossem Stolz können wir das umgebaute Gebäude zeigen», sagt Peter Müller, Präsident des Stiftungsrats am Freitagvormittag bei einer Führung für die Presse durch das «Mikado». Ebenfalls auf dem Rundgang mit dabei: Architekt Bruno Marcantonio, Baukommissions-Präsident Peter Schmidlin sowie Geschäftsführer Rainer Hartmann. «Ob dem Ergebnis sind wir begeistert», freut sich Schmidlin.

Ende April dieses Jahres startete der umfassende Umbau mit einem Paukenschlag. Dem Architekten war es ein Anliegen, das Haus mit den charakteristischen Backsteinen etwas aus der Versenkung und hinter den Gebüschen hervorzuholen. «Das Haus mit seinem Charme sollte wieder präsenter werden», führt Marcantonio aus. Das gelang, indem der früher massive Dachvorsprung über der Rampe der Materialanlieferung verkürzt wurde und das ehemalige Welleternitdach mit einem Metallfalzdach ersetzt wurde.

Aufwendig war die Gestaltung der Aussenfassade. Dadurch, dass einige Fenster herausgebrochen wurden und andere wiederum zugemauert, brauchte es frische Backsteine. Da diese in der ursprünglichen Farbe nicht mehr vorhanden waren, wurden Backsteine mit der gleichen Farbe aus dem Innern des Gebäudes herausgebrochen und aussen wieder angesetzt.

Eine grössere Gartenwirtschaft

Zudem wurde der Vorplatz gegen den Süssbach hin für die Gartenwirtschaft des integrierten Cafés erweitert. Drei Schirmplatanen werden für Schatten sorgen. Eine weitere Änderung, die von aussen sichtbar ist, ist der rollstuhlgängige Zugang vom Parkplatz (Seite Hauserstrasse) in das Obergeschoss des Gebäudes, wo die Schreinerei, das Werk- und das Kunstatelier untergebracht sind. Rund 40 Klienten der Stiftung Domino finden hier einen geschützten Arbeitsplatz.

Gemütlich und frischer präsentiert sich auch das Café mit Shop und der Essraum für die Angestellten. Die neuen Möbel wurden von Farbgestalterin Ann Hagnauer ausgesucht. Sie nehmen die Farben des Gebäudes auf und schaffen so ein angenehmes Ambiente, das zum Verweilen einlädt. Mittels Schiebetüre gelangen Besucher ebenerdig in die Gartenwirtschaft. Eingebaut wurde zudem eine neue Gastroküche, wo die Menüs (à la carte) zubereitet werden.

Im Obergeschoss hat sich ebenfalls so einiges getan. Die Abteilungen Kunsthandwerk und Werkatelier haben ihre Plätze getauscht und getrennte Bereiche erhalten. Die Räume sind mit Schiebetüren verbunden, damit die Betreuer unkompliziert hin und her wechseln können. Entstanden sind im Obergeschoss zudem eine geräumige Garderobe, eine Teeküche sowie behindertengerechte sanitäre Anlagen. «Das Haus präsentiert sich frisch», freut sich Rainer Hartmann. «Wir haben grosse Freude daran.»

Tag der offenen Tür am Samstag, 3. November, von 10 bis 16 Uhr im «Mikado» an der Habsburgstrasse 1a in Windisch. Auftritt der Guggenmusik Schwellbaumschränzer von 12 bis 13 Uhr.