Brugg

Raubüberfall: Jetzt will er Überwachungs-Kameras für Kebab-Stand

Cemal Albayrak.

Cemal Albayrak.

Der Raubüberfall auf seinen Kebabimbiss am Dienstagabend hat bei Cemal Albayrak Spuren hinterlassen. Über 4000 Franken wurden gestohlen. Das Vertrauen muss er nun wieder aufbauen. Seinen Betrieb führt er normal weiter, damit er sich ablenken kann.

Zwei Tage nach dem Überfall auf seinen Kebabimbiss «Yaprak Imbiss Albayrak» sitzt der Schock immer noch tief. Trotzdem geht für Cemal Albayrak der Alltag weiter. Er möchte jederzeit für seine Kunden da sein. Nicht zuletzt, weil er gerade in dieser Phase auch die Ablenkung gut gebrauchen kann. Trotzdem wird er immer wieder auf den Raubüberfall vom vergangenen Dienstagabend angesprochen. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis er mit dem Thema abschliessen kann.

Über 4000 Franken gestohlen

Der 40-jährige Cemal Albayrak hat das Lachen nicht verlernt. Am sonnigen Nachmittag gestern bedient er seine Kunden an der Hauptstrasse 2 in Brugg, als wäre nichts gewesen. Trotzdem merkt man, dass er in Gedanken noch an der ganzen Geschichte zu beissen hat. Seine Kunden wissen, was geschehen ist und zeigen Mitgefühl. Seit dem Überfall kommen mehr Kunden vorbei als sonst üblich, erwähnt Albayrak. Eine ältere Stammkundin, die gerade ihren Kaffee trinkt, meint, man sollte ihn gerade in dieser Zeit unterstützen.

Brutaler Raubüberfall auf Kebab-Bude in Brugg

Brutaler Raubüberfall auf Kebab-Bude in Brugg

Die beiden Männer, die den Imbissstandbesitzer gefesselt, geschlagen und mit einer Pistole bedroht haben, ergatterten über 4000 Franken. «Das ist schon ärgerlich, normalerweise habe ich das Geld nur eine Woche in der Kasse. Nun sparte ich das Geld zwei Wochen lang und wurde überfallen», meint Albayrak verbittert.

Das Leben sei wie das Wetter. Mal scheine die Sonne und mal eben nicht, nun müsse es einfach weitergehen, fügt er hinzu. Er möchte die Sache, so schnell es geht, vergessen. Eines will ihm jedoch nicht einleuchten: «Ich würde diese Herren gerne fragen, warum sie für so wenig Geld ihre Freiheit aufs Spiel setzten.»

Einen Überfall in diesem Ausmass hat er bis jetzt noch nicht erlebt. Einmal hätten Betrunkene in der Nacht sich an den Nahrungsmitteln bedient. Er habe sie jedoch nicht angezeigt, denn jeder mache mal einen Fehler. Das sei aber nicht zu vergleichen mit diesem Überfall.

Nun möchte er dafür sorgen, dass sein Imbissstand mit Kameras überwacht wird, so Albayrak. Das Vertrauen müsse er zuerst wieder aufbauen. Von der Polizei hat er bisher noch nichts gehört. Laut Sandra Zuber, Mediensprecherin Staatsanwaltschaft, sei bisher weder bei der Kantonspolizei noch bei der Staatsanwaltschaft Zeugenmeldungen eingegangen.

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