«Türen auf!» heisst es am nächsten Samstagabend in der neuen Mehrzweckhalle Hausen. Von einer «grossen Ehre» sprechen sowohl Dirigentin Ramona Welti, wie auch Präsident Marc Studerus und Vize-Dirigent André Keller. Es waren zwar die Schülerinnen und Schüler sowie die Sportvereine, welche die Halle als Erste nach den Sportferien nutzen durften. Die Musikgesellschaft richtet nun aber mit ihrem Jahreskonzert den ersten kulturellen Abend mit musikalischer Unterhaltung aus.

Die Gäste dürfen sich, gemäss Ramona Welti, auf abwechslungsreiche Musik, motivierte Musikanten und eine gute Stimmung freuen. Das Gastroangebot hält für die Gäste Aargauer Braten mit Kartoffelstock und Gemüse, eine Gemüselasagne oder Würstli bereit. Angeliefert werden diese Gerichte von der ortsansässigen Metzgerei Lüthi, in der Küche und im Service arbeiten die Mitglieder der Männer- und der Damenriege.

Doch nicht nur die neue Halle ist ein Thema, sondern auch der erstmalige Auftritt der «Bläserklasse für Erwachsene». Vor rund 13 Monaten folgten zahlreiche Männer und Frauen dem Aufruf, ein Instrument spielen zu lernen. Die Musikgesellschaft beschritt diesen Weg, um so neue Mitglieder zu gewinnen.

«Zu wenig Stühle parat»

Der Erfolg liess nicht auf sich warten: «Für den ersten Informationsabend hatte ich 15 Stühle bereitgestellt», erinnert sich Ramona Welti. Die Dirigentin, die auch die Bläserklasse leitet, wurde ob so viel Optimismus belächelt. «Ich hätte das nie erwartet. Wir hatten gar zu wenig Stühle parat.» Heute sind es 26 Mitglieder, die in der Bläserklasse vertreten sind und entweder ganz von vorn angefangen oder ihr Instrument, das sie in früheren Jahren spielten, wieder hervorgeholt haben. Am Jahreskonzert wird die Bläserklasse ihre Stücke vortragen.

Eine Woche vor dem Konzert standen die Musikgesellschaft und die Bläserklasse erstmals gemeinsam auf der Bühne. Bislang hatten sie ihre Stücke separat geprobt. An die vier Meter lange, aber weniger tiefe Bühne mussten sich die Musikantinnen und Musikanten nicht nur aufgrund der Raumaufteilung zuerst gewöhnen: «Das Klangverhältnis ist hier ein völlig anderes, als in der alten Halle», sagte Ramona Welti. Immer wieder unterbrach sie das Spiel und wies die Musikanten daraufhin, wie es für sie tönte. Erschwerend kam am Abend der ersten gemeinsamen Probe das Training der Männerriege in anderen Teil der Doppelturnhalle hinzu. Trotz Wandtrennung war das Prellen der Bälle und deren Musik zu hören. Nach einer kurzen Intervention vonseiten der Musikgesellschaft trainierte die Männerriege dann ohne Musik weiter.

Organisatorische Anpassungen

«Es macht Spass, etwas Neues auszuprobieren», sagte André Keller. Er meinte damit die drei zur Bühnenausstattung gehörenden Beamer mit Leinwand. Für das Konzert wird die Halle mit der herunterfahrbaren Wand in eine kleinere Halle umfunktioniert: «Wir hatten in den vergangenen Jahren rund 150 bis 170 Gäste. Wir werden diesmal für 250 Personen auftischen», sagte Marc Studerus. Nur von diesen Erfahrungswerten kann die Musikgesellschaft profitieren. Alles andere muss neu herausgefunden werden.

«Natürlich ist es toll, in einer neuen Halle zu spielen. Zum Aufstellen werden wir diesmal mehr Zeit benötigen», sagte der MG-Präsident. Er nannte gleich ein Beispiel: Um die riesigen Schubladen unter der Bühne zu öffnen, wird eine Kurbel benötigt, die beim Hauswart verlangt werden muss. Dies sind Erfahrungswerte, die sich nicht nur die Musikanten, sondern auch die anderen Vereine nach und nach aneignen müssen. Es werden also nicht nur die Türen zum modernen Holzbau mit dem roten Hallenboden geöffnet, sondern auch neue Organisations-Kapitel.

Jahreskonzert Musikgesellschaft Samstag, 16. März, «Türen auf!» ab 18.30 Uhr, Konzertbeginn ist um 20 Uhr.