Brugg

Pünktlichere Busse: Die Lichtsignalanlage auf der Zurzacherstrasse wird optimiert

Diese Pförtneranlage an der Zurzacherstrasse ist nun seit zwei Jahren zu Stosszeiten in Betrieb.

Post und Kanton wollen auf der Zurzacherstrasse in Brugg die Stabilität des Bus-Fahrplans und den Verkehrsfluss analysieren. Dies soll im verkehrsreichen Monat November geschehen.

Die Verkehrssituation zu Stosszeiten auf der Zurzacherstrasse in Brugg bleibt angespannt. Vor zwei Jahren wurde zwar bei der Einmündung der Langmatt- in die Zurzacherstrasse eine neue Lichtsignalanlage montiert, um dem Postauto am Morgen und Abend das Einbiegen auf die Hauptverkehrsachse zu erleichtern.

Tagsüber ist die Anlage ausser Betrieb. Seit einigen Wochen sind nun auch die Bauarbeiten an der Casino-Kreuzung abgeschlossen, wo auf einer Länge von 320 Metern eine neue Busspur entstanden ist.

Ein aufmerksamer Autofahrer, der regelmässig auf der Zurzacherstrasse unterwegs ist, sieht mit diesen beiden Massnahmen kaum eine Verbesserung bei der Stausituation. Vor allem Buspassagiere würden den Anschluss am Bahnhof Brugg oft verpassen, und die über 800 000 Franken für die Lichtsignalanlage seien eine Verschleuderung von Steuergeldern. Wer auf Nummer sicher gehen wolle, fahre besser mit dem Velo zum Bahnhof.

Neue Vorsortierung bringt zwei Minuten Zeitgewinn

Die Situation sei grundsätzlich besser als vorher, sagt Daniel Schwerzmann von der Abteilung Tiefbau beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU). Die Licht-
signalanlage bei der Casino-Kreuzung laufe seit rund einem Monat im Regelbetrieb. Natürlich würden die Einstellungen in den kommenden Monaten noch optimiert.

«Gemeinsam mit Postauto werden wir jetzt, wo die Bauarbeiten sämtlicher Massnahmen abgeschlossen sind, die Fahrplanstabilität der Busse sowie den Verkehrsfluss nochmals genau beobachten und auswerten. Das ist für uns ein übliches Vorgehen», so Schwerzmann.

«Wir werden das im verkehrsintensiven Monat November machen und allenfalls weitere Justierungen der Anlage vornehmen.» Dank der neuen Verlängerung der Vorsortierung Richtung Casino-Knoten stehe der Bus etwa zwei Minuten weniger lang im Stau als früher.
Auch aus Sicht von Postauto ist die Situation tendenziell besser geworden.

Sprecher Bernhard Nussbaum betont aber: «Die Zufahrt nach Brugg ist via Zurzacherstrasse immer noch angespannter als über die anderen Zufahrtsachsen.» Zusammen mit dem Kanton würden jetzt laufend Anpassungen vorgenommen. Nussbaum ist zuversichtlich, dass das System in Zukunft aber sicher die Zufahrt erleichtern werde. Das Ziel sei, staufrei ins Zentrum von Brugg fahren zu können.

Wie viele Buspassagiere den Anschluss am Bahnhof Brugg verpassen, weiss Postauto nicht. Es seien dazu auch keine Kundenreaktionen bei Postauto eingegangen, sagt Nussbaum. Hingegen ist Postauto bekannt, dass zwischen Januar und September 82 Prozent der Fahrten nach Brugg pünktlich waren. Diese Angabe bezieht sich auf Postautofahrten von Montag bis Freitag zwischen 6 und 9 Uhr.

Die anderen Fahrten sind laut Nussbaum mit mindestens zwei Minuten Verspätung in Brugg eingetroffen, was noch nicht heisst, dass ein Anschluss verpasst wurde.
Der BVU-Vertreter hält zudem fest, dass als direkte Folge der generellen Verkehrszunahme von 1 bis 2% pro Jahr die Staus auf den Einfallsachsen Richtung Brugg – sei es auf der Zurzacherstrasse, der Hauserstrasse in Windisch oder der Baslerstrasse von Umiken her – weiterhin zunehmen.

«Unsere Verkehrsmanagement-Massnahmen haben kaum Einfluss auf diese Verkehrsentwicklung», erklärt Daniel Schwerzmann. Ziel des Verkehrsmanagements sei es, das Verkehrssystem – vor allem des öV-Betriebs – trotz Überlastung zu Hauptverkehrszeiten einigermassen stabil zu betreiben.

Weitere Busspur bei der Steirenni wird projektiert

Welche weiteren Massnahmen plant der Kanton, um die Stauproblematik auf der Zurzacherstrasse zu entschärfen? Parallel zu den Verkehrsbeobachtungen auf der Zurzacherstrasse laufen derzeit die Vorbereitungen für die Integration der Brugger Lichtsignalanlagen in den übergeordneten Verkehrsrechner.

Die Pilotregion Baden-Wettingen befände sich momentan im Probebetrieb, erklärt der BVU-Vertreter. Die Integration der Brugger Licht-signalanlagen soll im nächsten Jahr vorangetrieben werden. Eine Dosierstelle für den motorisierten Individualverkehr am Brugger Siedlungsrand beim Villiger Gartenbau (Steirenni) – mit Eigentrassierung für den Bus zur ungehinderten Zufahrt Richtung Zentrum – befindet sich laut Daniel Schwerzmann aktuell in der Projektierung.

Meistgesehen

Artboard 1