Brugg-Windisch
Pro Woche 800000 Franken oder ein Einfamilienhaus verbaut

Morgen können Besucher auf der Campus-Baustelle den Rohbau der neuen Fachhochschule Nordwestschweiz besichtigen. Im September 2013 soll der Campus fertiggestellt sein.

Adrian Hunziker
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Eindrücke im und um den Campus-Rohbau
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Eindrücke im und um den Campus-Rohbau
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Campus-Rohbau der FHNW
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Eindrücke im und um den Campus-Rohbau

Alex Spichale

«Nichts ist während des Baus des Campusgebäudes schiefgelaufen», sagen unisono Norbert Nothhelfer, Verantwortlicher des beauftragten Generalunternehmens HRS Real Estate AG, und Christoph Bader, Projektleiter beim Kanton. Denn der Rohbau der neuen Fachhochschule Nordwestschweiz in Brugg-Windisch wurde am 14. Mai 2012, als die letzte Decke betoniert wurde, abgeschlossen. Ganze elf Monate hat es gedauert, bis der Rohbau fertig war. Und dies, obwohl im Februar die Arbeiten wegen anhaltender Kälte für zwei Wochen hatten unterbrochen werden müssen (die az Aargauer Zeitung berichtete).

Zum Vergleich: Pro Woche wurden rund 800000 Franken verbaut. Das ist ein Einfamilienhaus pro Woche. Insgesamt erstellten die Handwerker in elf Monaten 50 Einfamilienhäuser. «Das ist eine reife Leistung. Die Firma Anliker hat einen guten Job gemacht», sagt Nothhelfer.

Trafostation liefert eigenen Strom

Aktuell wird die Fassade verglast – auch in den Innenhöfen werden die Fenster bereits montiert – und das Dach gemacht. Zudem sind Haustechniker, Heizungsmonteure, Sanitär und Elektriker am Werk. Dabei wird auch die Haustechnik installiert. «Im Gebäude 5 ist der Lüftungsmonoblock bereits fertiggestellt, jetzt folgt Gebäude 6», so Nothhelfer. Bei den Blöcken – von denen es insgesamt 36 im ganzen Gebäude verteilt gibt – handelt es sich um Lüftungsgeräte, die in Einzelteilen ins Gebäude geschafft und dort vor Ort zusammengesetzt werden. Wenn die Blöcke stehen, werden Heiz- und Kühlleitungen angeschlossen, was ebenfalls bereits in Arbeit ist.

Ebenfalls schon betriebsbereit ist eine Trafostation. Sie wurde ein Jahr früher fertiggestellt, als sie eigentlich benötigt wird. «Vorher haben wir mit einem Provisorium gearbeitet. Nun sind wir natürlich glücklich, dass wir bereits eigenen Strom produzieren können», erklärt Nothhelfer.

Bis September 2013 soll der Campus fertiggestellt werden. «Der Kanton hat mit der HRS einen Vertrag über 30 Monate abgeschlossen. Dieser begann am 21. März 2011 und endet im September 2013», sagt Bader. Man sei im Soll, meint er weiter. Und «das Verhältnis zwischen dem Kanton und der HRS ist gut». Neben der Terminplanung sind die Parteien auch bei den Kosten voll auf Kurs. «Das läuft perfekt. Der Campus-Neubau ist eine Erfolgsgeschichte sowohl in der Zusammenarbeit unter den verschiedenen Abteilungen wie auch in finanzieller und terminlicher Hinsicht», so Bader.

Bau kostet 235 Millionen

Für die vielen Handwerker, die bisher am derzeit grössten kantonalen Bauprojekt mitgewirkt haben, erfolgt am 21. Juni das Aufrichte-Fest. Daran nehmen Baumeister, Elektriker, Sanitär, Fenstermontierer und weitere Handwerker teil. Insgesamt kommen zwischen 250 und 300 Personen zum internen Anlass. «Das Fest ist ein Dank an die Handwerker, die hart arbeiteten. Sie haben das Haus gebaut. Jetzt folgen die Feinarbeiten», sagt Bader.

Der ganze Bau kostet insgesamt 235 Millionen Franken. 190 Millionen davon übernimmt der Kanton. Eigentümer gibt es mehrere: Der Kanton besitzt 80 Prozent der Anteile, die Sammelstiftung Nest AG hat als Dienstleistungsflächen- und Wohnungsbesitzer 14 Prozent inne und die dritte Partei, der Campussaal, besitzt 6 Prozent.

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