Bözberg
Potenzielle Gefahr für die Umwelt: Diese drei Deponiestandorte müssen saniert werden

Die drei Deponiestandorte Uelbach, Sommerhau und Hinterfohr in Bözberg sind sanierungsbedürftig. Der Kredit steht an der Gemeindeversammlung zur Diskussion.

Michael Hunziker
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Sanierung notwendig: Unter den drei Deponien in Bözberg verlaufen defekte Dolungen (Symbobild).

Sanierung notwendig: Unter den drei Deponien in Bözberg verlaufen defekte Dolungen (Symbobild).

Bözberg

Die belasteten Standorte Uelbach, Sommerhau und Hinterfohr in Bözberg gelten als sanierungsbedürftig. Grund sind gemäss Gemeinderat in allen drei Fällen die defekten Dolungen, die unter den Deponien verlaufen. Es wurden Sanierungsvarianten ausgearbeitet und durch den Kanton geprüft. Die Kosten für die notwendigen Massnahmen werden auf rund 450 000 Franken geschätzt.

Bund und Kanton beteiligen sich

In seinen Ausführungen zur Gemeindeversammlung verweist der Gemeinderat auf die Hintergründe: Die Deponien, die im Kataster der belasteten Standorte eingetragen sind, befinden sich in den vier früheren Gemeinden Linn, Gallenkirch, Unterbözberg und Oberbözberg. «Da eine Gefährdung der Umwelt durch die Deponien nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden die Standorte durch den Kanton als untersuchungsbedürftig eingestuft», hält die Behörde fest.

Durchgeführt wurden aus diesem Grund historische Untersuchungen. «Aufgrund der Untersuchungsergebnisse kamen die Gutachter zum Schluss, dass eine Umweltgefährdung nicht ausgeschlossen werden kann und daher für die Klärung eines Überwachungs- oder Sanierungsbedarfs technische Untersuchungen notwendig sind», führt der Gemeinderat weiter aus. Aufgrund der Ergebnisse der technischen Untersuchungen wiederum wurde nur der Standort Engmatt als weder überwachungs- noch sanierungsbedürftig beurteilt.

Für die drei Deponiestandorte liegen laut Gemeinderat die Zusicherungen für Bundes- und Kantonsbeiträge vor. Enthalten Ablagerungsstandorte einen wesentlichen Anteil Siedlungsabfälle, so die Behörde, beteiligt sich der Bund grundsätzlich mit 40 Prozent der notwendigen Massnahmen – Untersuchung, Überwachung und Sanierung –, sofern seit dem 1. Februar 1996 keine Abfälle mehr abgelagert wurden. Werden die Kosten vom Bund abgegolten, beteiligt sich der Kanton zusätzlich mit 30 Prozent.

Die Steuern schenken ein

Überdies entscheiden die Stimmberechtigten am nächsten Mittwoch, 20. Juni, über die Integration der Spitex Bözberg-Rein in die Spitex Region Brugg AG sowie die Rechnung 2017. Diese schliesst mit einem Gesamtergebnis von 286 580 Franken ab.

Die Rechnung 2017 der Einwohnergemeinde – ohne Spezialfinanzierungen – weist einen Ertragsüberschuss von 328 664 Franken aus. Massgeblich zum guten Ergebnis beigetragen hat gemäss Gemeinderat der höhere Ertrag bei den allgemeinen Gemeindesteuern von 4,134 Mio. Franken. Budgetiert waren 3,879 Mio. Franken. «Erneut ist hier ein einmaliger und ausserordentlicher Ertrag zu verbuchen», stellt der Gemeinderat fest und ergänzt: «Die budgetierten Mittel für die Aufwendungen im Rechnungsjahr wurden bei Weitem nicht ausgeschöpft.» (mhu)

Gemeindeversammlung Mittwoch, 20. Juni, 20 Uhr, Turnhalle Chapf 7.