Die Poststelle Bözen wurde zwar vor zwei Jahren geschlossen, aber der Name «Poststrasse» ist geblieben. Nun soll der gerade Strassenabschnitt zwischen Kantons- und Heuigstrasse umfassend instandgestellt werden. Ein entsprechendes Bauprojekt für die Erstellung der Poststrasse sowie der Beitragsplan liegen noch bis Freitag, 1. Juni, in der Gemeindekanzlei während den ordentlichen Bürozeiten öffentlichen auf.

Auf dem kurzen Abschnitt von der Hauptstrasse bis zur Einmündung der Bühlstrasse wurde die Poststrasse zwar bereits auf 6,5 Meter Breite ausgebaut, der Belag ist allerdings weitgehend gerissen. Der restliche viel längere Abschnitt, wurde noch nicht als konforme Erschliessungsstrasse erstellt.

Laut dem technischen Bericht weist die vorhandene Schmutzwasserleitung zwar hydraulisch eine ausreichende Kapazität, aber punktuelle Schäden auf. Stark verkalkt ist die vorhandene Sauberwasserleitung. Zudem verfügt sie über eine zu geringe Kapazität. Über 50 Jahre alt ist die bestehende Wasserversorgung und musste schon mehrmals repariert werden.

So führten etwa aufwendige Löscharbeiten während eines Hausbrands an der Hauptstrasse im September 2016 gleich zu drei Leitungslecks im Dorf Bözen – eines davon unter der Poststrasse.

Beitragsplan für Grundeigentümer

Im November hiess die Gemeindeversammlung einen Projektierungskredit über 85'000 Franken für die Ausarbeitung eines Bauprojekts für die Erstellung der Poststrasse mit Instandstellung der Werkleitungen gut. Der Gemeinderat Bözen beauftragte daraufhin das Ingenieurbüro Koch und Partner mit der Projekterarbeitung.

Vorgesehen ist, auf dem 75 Meter langen Abschnitt den Belag zu erneuern, die Randabschlüsse punktuell zu reparieren und die Deckel der Einlaufschächte zu ersetzen. Diese Kosten sind von der Gemeinde zu tragen. Auf dem zweiten, 300 Meter langen Abschnitt ist ein einheitlicher Strassenausbau auf 5 Meter Breite geplant.

Dazu ist beidseitig Landerwerb erforderlich. Es handelt sich hier um eine Sammelstrasse gemäss kommunalem Strassenrichtplan. Zur Verteilung dieser Baukosten von 470'000 Franken wurde ein Beitragsplan erstellt. Die Gemeinde trägt 70 Prozent der Kosten, 30 Prozent gehen zulasten der Grundeigentümer.

Vor Beginn der Bauarbeiten sind im Bereich Entwässerung sämtliche betroffenen Hausanschlussleitungen zu spülen und mit Kanal-TV aufzunehmen. Diese Arbeiten sollen mit Kostenbeteiligung der betroffenen Anwohner durchgeführt werden. Der gesamte Baukredit von 1,44 Millionen Franken für die Poststrasse wird der Gemeindeversammlung vom 22. Juni beantragt.