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Postauto plant im Aargau Feldversuche mit Wasserstoff-Autos

Postauto in Brugg West: Ein zu seltener Anblick.lp

Bald mit Wasserstoff unterwegs: Postauto in Brugg

Postauto in Brugg West: Ein zu seltener Anblick.lp

Möglicherweise wird jetzt die einzige Emission von Postautos und Linienbussen bald ein kleines, weisses Wasserdampfwölkchen sein – dank Wasserstoff und Brennstoffzellen. Die Postauto AG plant im Aargau Tests mit fünf Wagen.

Die Vorhut sozusagen einer nationalen Wasserstoff-Bus-Flotte wird in der Form von fünf Postautos im Rahmen eines Feldversuches demnächst im Aargau, und zwar in der Region Brugg, anzutreffen sein. Bei der Postauto Schweiz AG gibt man sich zwar noch bedeckt. Da müssten erst noch Entscheide der Generaldirektion abgewartet werden, heisst es.

In Brugg liegt jetzt aber das Baugesuch eines Postauto-Betreibers für die Erstellung einer Wasserstoff-Tankanlage bei der Postauto-Einstellhalle auf. Kostenpunkt der Anlage: 350000 Franken. Vorgesehen ist, den Wasserstoff auf elektrolytischem Weg vor Ort zu produzieren, und das in einer Menge von rund 60 Normkubikmetern pro Stunde. Der Wasserstoff gelangt anschliessend via Kompressoren in einen Hochdruck-Puffer und von dort, mit einem Druck von 350 bar, über eine Zapfsäule in die Tanks der Busse. Um eine unterbruchsfreie Versorgung mit Wasserstoff gewährleisten zu können, wird in der abgeschlossenen Anlage zudem ein Trailer mit Stahlbehältern stehen, die insgesamt 3600 Normkubikmeter Wasserstoff enthalten.

Der Feldversuch im Aargau ist in das Projekt «Clean Hydrogen in European Cities (CHIC)», was in etwa so viel heisst wie «Sauberer Wasserstoff in europäischen Städten», eingebettet. Mit diesem Projekt, das auch von der EU unterstützt wird, soll ein Schritt in Richtung Einsatz von Wasserstoff-Bussen in regulären Buslinien getan werden. Insgesamt werden 26 Wasserstoff-Busse in einem Feldversuch im Alltag erprobt. Hinter dem Projekt steht neben Städten wie London, Oslo, Mailand und Bozen auch die Postauto Schweiz AG. Im Projekt sollen insbesondere auch die Erfahrungen genutzt werden, die in verschiedenen Städten – wie etwa Köln und Hamburg – beim Einsatz von wasserstoffbetriebenen Bussen bereits gemacht worden sind.

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