Stadtfest Brugg

Positive Bilanz nach erstem Festwochenende: Fahrieté bietet Kultur auf engstem Raum

Sue Luginbühl vom «Odeon» und das OK von Kult4 möchten die Vielfalt der künstlerischen Sparten auf der Bühne zeigen.

Sue Luginbühl vom «Odeon» und das OK von Kult4 möchten die Vielfalt der künstlerischen Sparten auf der Bühne zeigen.

Sue Luginbühl, Leiterin Bühne und Co-Betriebsleiterin Odeon in Brugg, zieht ein überaus positives Fazit nach dem ersten Stadtfest-Wochenende. Zahlreiche Interessierte wurden vom kulturellen Angebot im Fahrieté angelockt.

Das Kleintheater bietet Kleinkunst von Poetry Slam über Kindermärchen bis hin zu klassischer Musik. Es ist ein Angebot der vier Brugger Kulturhäuser Dampfschiff, Odeon, Piccadilly und Salzhaus, die als Kult4 auch fürs Stadtfest zusammenspannen.

Die Attraktivität des bunten Programms führte dazu, dass vergangenes Wochenende sehr viele Festbesucher zum Fahrieté strömten und Einlass begehrten. Pro Vorstellung fasst der Kleintheaterwagen aber nur 40 Personen. Der Innenraum ist eng bestuhlt. «Drei- bis viermal kam es vor, dass wir Interessierte abweisen mussten. Das waren aber nur etwa 30 Leute», schätzt Luginbühl. Insgesamt zählte sie im Fahrieté und bei den Auftritten draussen am ersten Festwochenende über 1000 Zuschauerinnen und Zuschauer, der Wagen war fast immer voll besetzt.

Nicht alle kamen in den begehrten Theaterwagen

Luginbühl bedauert, dass nicht alle einen Platz erhalten hätten. Dies sorgte für wenige negative Stimmen. «Dennoch konnten viele das Angebot geniessen. Diese Rückmeldungen sind klar in der Überzahl.» Wer es ins Kleintheater schaffte, wurde mit einem tollen Erlebnis belohnt: «Jene 40 Personen verlassen das Fahrieté mit strahlenden Gesichtern.»

Die Künstlerinnen und Künstler profitieren vom tollen Ambiente im Wagen. Dies ist auch der Grund, weshalb Luginbühl am Konzept festhält. Würden die Auftritte im Freien stattfinden, wäre akustische Verstärkung nötig. Zudem würden während der Vorstellung viele Menschen vorbeispazieren und sich unterhalten. Nur der Ukulele-Jam und der Auftritt von Trionettli fanden auf dem Kirchplatz vor dem Fahrieté statt.

Ebenso ist die Kinderzaubershow am Samstagnachmittag draussen vorgesehen. «Natürlich sollen möglichst viele kommen können. Aber den Wagen kann ich nicht grösser zaubern», bedauert Luginbühl. Ein Besuch am Stadtfest garantiere nicht, dass man all das sehen könne, was man möchte. «Es ist ein Gratisangebot. Wer beim Essen ansteht, ist in der gleichen Situation.»

Sehr zufrieden ist sie mit dem Standort. «Mit dem Kirchplatz haben wir einen sehr schönen Platz gewählt», ist Luginbühl überzeugt. Sie bedankt sich bei den Altstadtbewohnern für das Gastrecht. Die Stimmung sei fröhlich, es gebe Schatten und sogar Ruhe, trotz des nahen Lunaparks.

Es hilft, frühzeitig auf dem Kirchplatz zu erscheinen

Luginbühl empfiehlt den Festbesuchern fürs kommende Wochenende rechtzeitiges Erscheinen. Eine Warteliste gebe es nicht, das sei schlicht unmöglich. Zudem treten einige Künstler mehrfach auf. Die Erfahrungen vom Stadtfest werden in die zukünftige Programmplanung einfliessen. Gut möglich, dass einer der Künstlernamen bald im «Odeon»- oder «Dampfschiff»-Programm aufgenommen wird.

Der Theaterwagen ist dem vierköpfigen OK schon sehr ans Herz gewachsen. «Das Hineinfahren des Wagens war allerdings eine Herausforderung», lacht Luginbühl, welche sie kurz ins Zweifeln gebracht habe. «Aber das Konzept ist total schön so.» Das Fahrieté empfängt sein Publikum auch dieses Wochenende auf dem Kirchplatz am Stadtfest.

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