Brugg

Polizisten retten Mädchen (4) aus der Aare – und reanimieren es

Mit diesem Boot machte sich die Repol Brugg auf die Suche nach dem Mädchen. Das Bild zeigt eine Übung.

Mit diesem Boot machte sich die Repol Brugg auf die Suche nach dem Mädchen. Das Bild zeigt eine Übung.

Am letzten Sonntag stürzte ein 4-jähriges Mädchen in die Aare. Bei der geglückten Flussrettungsaktion kam das Boot der Regionalpolizei Brugg zum Einsatz. Das Kind befindet sich noch im Spital.

Es passierte am letzten Sonntag. In Brugg stürzte ein 4-jähriges Mädchen in die Aare. Das berichtete der Regionalsender Tele M1. Im Moment führt der Fluss noch immer Hochwasser, ist braun gefärbt, aufgewühlt und unruhig. Selbst gute Schwimmer dürften ihre Probleme mit diesen Wassermassen haben.

Gemäss Fiona Strebel, Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft, geriet das Mädchen während eines Spaziergangs in den Fluss. «Wie das genau passiert ist, ist Gegenstand der laufenden Untersuchung», ergänzt Strebel.

Polizei innert Minuten auf Fluss

Angehörige der Regionalpolizei (Repol) Brugg, der Stadtpolizei Baden und der Kantonspolizei Aargau machten sich sofort auf die Suche des Kindes. «Zum Glück war die Repol gleich in der Nähe unseres Bootes, weitere Patrouillen der Kantonspolizei und der Stadtpolizei Baden eilten unverzüglich zu Hilfe», sagt Repol-Chef Heiner Hossli. «Die Repol Brugg war innert Minuten nach der Alarmierung auf dem Wasser.» Zudem sei die Stadtpolizei Baden zur gleichen Zeit auf der Vogelsangbrücke gewesen. Von dort aus sahen die Stadtpolizisten das Kind treiben. «Diese Information konnten sie sofort den zwei Männern der Repol Brugg auf dem Boot weitergeben.»

Vierjährige stürzt in Aare

Vierjährige stürzt in Aare

Sie geriet in Brugg beim Spielen beim Wasserschloss in den Fluss. Rettungskräfte brachten sie nach der Rettung ins Spital nach Zürich, wie Tele M1 am Sonntag, 26. Juni, berichete. 

Tatsächlich gelingt es der Repol, das Mädchen zu bergen. «Schon auf dem Boot wurde mit der Reanimation begonnen», führt Heiner Hossli aus. «An Land ging sie dann weiter. Dabei wechselten sich die Polizisten ab.» Das Mädchen wurde dann mit dem Helikopter ins Spital geflogen. Auf Anfrage der az heisst es seitens der Staatsanwaltschaft, dass das Mädchen noch immer hospitalisiert ist.

Rasche Kommunikation

Gemäss Heiner Hossli hat auch die tadellose Kommunikation unter den verschiedenen beteiligten Polizisten zu diesem Erfolg beigetragen. «Die Kommunikation hat super geklappt. Das war ein riesiger Vorteil», so Hossli. Bei der Repol Brugg ist man erleichtert, dass man eine Person noch rechtzeitig aus dem Wasser bergen konnte. «Viel zu oft enden solche Einsätze leider negativ», sagt der Repol-Chef.

Obwohl man das Mädchen bergen konnte, wird der Fall intern besprochen, damit die Polizisten das Erlebte besser verarbeiten können. «Nach solchen Einsätzen gibt es jeweils ein Debriefing», erklärt Hossli. «Weil die Kantonspolizei in diesem Fall beteiligt war, lief es unter deren Leitung.»

Aber auch im Team der Repol Brugg wird über den Fall gesprochen. «Wir klären ab, ob die betroffenen Polizisten Hilfe brauchen beim Verarbeiten, fragen nach, ob es ihnen wirklich gut geht.» Das Gespräch, so Hossli, sei nach einem solchen Einsatz essenziell. «Den Umständen entsprechend geht es den beiden gut», sagt Hossli. «Sie sind bereits wieder im Einsatz.»

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