Seit rund drei Monaten ist «Il melograno Ristorante-Pizzeria» im ehemaligen «Rössli» geöffnet. Daniela Mastronardi und Fabio Caffè servieren in ihrem Ristorante Pizze und ausgewählte italienische Menüs – zur Freude der zahlreichen Gäste.

«Il melograno» – der Granatapfel. Im Restaurant hängt ein Bild an der Wand mit dem Baum und seinen leuchtend-roten Früchten. Gleich daneben steht die Gelateria parat, mit ausgewählten Glace-Sorten, darunter auch die Geschmacksrichtung Granatapfel. Als es darum ging, einen Namen für das Restaurant zu finden, sollte dieser auch in den Menüs oder als Dekoration eingesetzt werden können.

Grosse Veränderung im Innern

Mit ihrem Mann Fabio Caffè, der als Koch mit zwei Mitarbeitern die verschiedenen Spezialitäten des Restaurants zubereitet, hat sie das ehemalige «Rössli» übernommen und vieles renoviert und verändert. Das vormals in verschiedenen Grüntönen gestaltete Restaurant hat jetzt weisse Wände, auch das Mobiliar wurde komplett ausgewechselt. Nun sind Crèmeweiss, Beige und Braun die vorherrschenden Töne, die dem Raum mit ihrer Dekoration eine edle Note verleihen.

Blick in den neu gestalteten und renovierten Speisesaal.

Blick in den neu gestalteten und renovierten Speisesaal.

«Das Problem war, dass hier alte Geräte beispielsweise in der Küche nicht mit neuen kombiniert werden konnten. Deshalb mussten wir das meiste neu kaufen», sagt Daniela Mastronardi. Ebenfalls erneuert werden mussten die Toiletten und die Lüftung in dem alten Bau. In der Dorfchronik ist nachzulesen, dass der «Gasthof zum Rössli» mit seinem Saal bis 1969, als die Mehrzweckhalle eingeweiht wurde, das Zentrum des gesellschaftlichen Lebens war.

In den letzten Jahren konnte davon keine Rede sein. Häufige Wirtewechsel waren die Regel. «Ja, der Ruf war nicht der beste. Verschiedene Gäste haben mir davon erzählt», sagt Daniela Mastronardi. Nun freue es sie besonders, dass die Einwohnerinnen und Einwohner Hausens regelrecht begeistert seien. Aussagen wie «endlich läuft hier wieder etwas, es gibt etwas Vernünftiges» seien gefallen. Tatsächlich sieht man über Mittag und an schönen Sommerabenden viele Gäste draussen an den Tischen sitzen und die italienischen Spezialitäten geniessen.

Sie macht das Wirtepatent

Ehemann Fabio Caffè ist Koch und bereitet mit einer weiteren Köchin und einem Hilfskoch die italienischen Spezialitäten zu. Auf der Karte sind Menüs wie «Penne al pomodoro e pesto guarnite con mozzarella» oder «Pizza dello chef» mit scharfer Salami und Kalbfleisch zu finden, dazu gehört jeweils ein Tagessalat. «Anfangs hatten wir einige Mittagsmenüs zur Auswahl, nun bieten wir diese auch abends an», erklärt Daniela Mastronardi.

Dass ihr Restaurant so gut ankommt, gefällt den beiden. «Wir sind zufrieden hier. Es ist schön, wenn man etwas macht, das ankommt», erklärt Fabio Caffè, der durch seine Cousins in die Schweiz kam. Gemeinsam mit ihnen betrieb er zuvor das Café Ristorante «Awarillo» in Wettingen. Daniela Mastronardi arbeitete zuvor im «L’ulivo» in Brugg. Zunächst als Kellnerin, später als Stellvertreterin der Chefin. Momentan büffelt sie fürs Wirtepatent.

Fabio Caffè und Daniela Mastronardi wohnen in Brugg. In ihrer Freizeit gehen sie gern spazieren, besuchen Schlösser oder schauen sich Museen an. «Hauptsächlich, um sich zu erholen», sagt er.

Die Aargauer Gastro-Szene im Wandel: