Birrhard
Pilotin nach Notlandung mit Flugschüler: «Ich habe einfach funktioniert»

Fluglehrerin Irène Leemann sitzt kurz nach dem Start in Birrhard neben ihrem Flugschüler, als der Motor der Piper zu stottern beginnt. Jetzt erzählt sie, wie sie die dramatischen Minuten in der Luft erlebte und die Notlandung glückte.

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Es ist ein Albtraum-Szenario, das Irène Leemann und ein Flugschüler am Montagnachmittag erlebt haben: Um 15 Uhr hoben die beiden mit dem kleinen Sportflieger, einer Piper, ab. Doch wenig später verliert der Dieselmotor an Leistung. Und beginnt zu stottern.

Sofort übernimmt Irène Leemann das Steuer. Das sei alles schnell gegangen, erzählt sie Tele M1 einen Tag später. «Ich habe einfach funktioniert und versucht, eine Fluglage einzunehmen, die nicht zu einem Absturz führt.» Sie habe «versucht, das Flugzeug irgendwie vernünftig auf den Boden zu bringen».

Genau das gelang ihr, die seit 32 Jahren als Pilotin Flugzeuge steuert. Sie landet auf einem Acker, der Flieger rollte dort rund 300 Meter weit.

Angestossen mit einem Halbeli

Als Irène Leemann von der Notlandung erzählt, steht sie auf diesem Acker, im Hintergrund ist das Sportflugzeug zu sehen. Die Fluglehrerin sieht erleichtert aus, kann lachen. Kein Wunder: Weder sie, ihr Flugschüler noch die Piper haben einen Kratzer abbekommen.

In die Kamera von Tele M1 sagt sie: «Ich habe jetzt gerade mit meinem Schüler ein Halbeli getrunken und angestossen auf unseren zweiten Geburtstag.»

Die genaue Ursache für die Motorprobleme so kurz nach dem Start ist noch unklar. Irène Leemann: «Das ist jetzt die Sache der Techniker.»

Jetzt gilt es für sie, den Untersuchungsbericht der Flugunfallermittler abzuwarten. (pz)

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