Anlässlich der Generalversammlung der Spitex Region Brugg AG wurden alle sechs bisherigen Verwaltungsratsmitglieder in ihrer Funktion bestätigt. Als Nachfolger von Reto Wettstein, der innerhalb des Brugger Stadtrats das Ressort gewechselt hat, wurde Jürg Baur gewählt. Ebenfalls aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden ist Gründungsmitglied Patrik Aebli, Mülligen. Das strategische Führungsorgan besteht somit neu aus 7 Mitgliedern.

2018 hat die Spitex Region Brugg AG 8% mehr Pflegestunden erbracht als im Vorjahr. Damit stiegen die Leistungen bereits zum fünften Mal in Folge. Seit 2013 zeigt sich zudem eine Verschiebung bei der Altersstruktur der Spitex-Klienten: 2018 wurden 59% der Leistungen von 80-jährigen und älteren Menschen bezogen (2013: 58%). Der Anteil der 65- bis 79-Jährigen betrug 19% (2013: 27%) und derjenige der Altersgruppe der 20- bis 64-Jährigen 22% (2013: 15%).

Damit haben die im Berufsleben Stehenden erstmals mehr Pflege zu Hause benötigt als die jüngeren Senioren. Ebenfalls eine deutliche Verschiebung zeigt sich in Bezug auf die Komplexität der Pflegeleistungen: Waren 2013 32% der Leistungen komplex, so stieg dieser Anteil im Jahr 2018 auf 52%. Der Trend hin zu jüngeren Klienten und komplexeren Pflegesituationen zu Hause ist die unmittelbare Auswirkung von immer kürzeren Spital- und Heimaufenthalten.

Diese Entwicklung entspricht nicht nur dem Wunsch der Betroffenen, sondern ist auch volkswirtschaftlich sinnvoll und wird daher gesundheitspolitisch bewusst so gesteuert. Damit werden jedoch die Finanzen der Gemeinden belastet, denn sie übernehmen knapp die Hälfte der Spitexkosten. Die Führung der Spitex Region Brugg AG ist sich ihrer Verantwortung bewusst und legt ihren Fokus neben einer guten Qualität daher gezielt auf eine wirtschaftliche und effiziente Leistungserbringung. Im Benchmark mit vergleichbar grossen Organisationen liegen die Vollkosten pro Stunde denn auch unter dem kantonalen Durchschnitt.

Neben Leistungs- und Kostendiskussionen beschäftigte im Jahr 2018 auch die Integration des Spitexvereins Bözberg-Rein Verwaltungsrat und Geschäftsleitung. Dank einer sorgfältigen Vorbereitung, der stets transparenten Kommunikation und einer wertschätzenden Grundhaltung aller Beteiligten ist auch die zweite Integration nach der Gründung im Jahr 2012 erfolgreich gelungen.