Windisch
Pflegeplätze werden in Windisch immer rarer

Mit grossen Schritten Richtung Erweiterung des Betagtenzentrums Lindenpark in Windisch: Das Projekt der Sanavita AG ist ein Thema im Einwohnerrat. Entschieden wird über ein Aktionärsdarlehen.

Michael Hunziker
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Vorgesehen ist, das Betagtenzentrum Lindenpark zu sanieren und 23zusätzliche Pflegebetten bereitzustellen.Ef.

Vorgesehen ist, das Betagtenzentrum Lindenpark zu sanieren und 23zusätzliche Pflegebetten bereitzustellen.Ef.

Mit grossen Schritten Richtung Erweiterung des Betagtenzentrums Lindenpark in Windisch: Der Verwaltungsrat der Sanavita AG möchte den Altbau aus dem Jahr 1966 sanieren und 23 zusätzliche Pflegebetten bereitstellen.

Damit soll ein «substanzieller Beitrag an das bereits bestehende und sich weiter akzentuierende Bettendefizit in der Versorgungsregion Brugg geleistet werden».

Morgen Mittwoch steht im Einwohnerrat Windisch ein Aktionärsdarlehen von 2,187 Mio. Franken an die Sanavita AG zur Diskussion. Das Erweiterungsprojekt soll in Etappen realisiert werden, damit der Betrieb weitgehend aufrechterhalten werden kann.

Der Baubeginn ist im dritten Quartal dieses Jahres geplant, die Fertigstellung im vierten Quartal 2015. Gerechnet wird mit Gesamtkosten von maximal 23,8 Mio. Franken.

Zu wenig Pflegeplätze

Die Ausgangslage: Die Sanavita AG ist aus der vormaligen «Stiftung Altersheim Windisch» hervorgegangen. Ziel ist es, der Bevölkerung eine «koordinierte und auf die Kundenbedürfnisse abgestimmte» ambulante und stationäre Leistung im Betreuungs- und Gesundheitsbereich anzubieten.

Anders gesagt: Die Sanavita AG ist im Auftrag ihrer drei Aktionärsgemeinden Windisch, Mülligen und Habsburg zuständig für ein ausreichendes Pflegeangebot.

Heute – und in den kommenden Jahren «noch in ausgeprägterem Ausmasse» – gebe es zu wenig Pflegeplätze, hält der Gemeinderat Windisch in seiner Botschaft an den Einwohnerrat fest.

Gemäss Bedarfszahlen des Departements Gesundheit und Soziales ergebe sich für die Versorgungsregion für das Jahr 2015 ein zusätzlicher Bedarf von 114 Pflegebetten, für das Jahr 2025 von 218 Pflegebetten. Pro Senectute geht in ihren Berechnungen von noch höheren Defiziten aus.

Aktionärsdarlehen empfohlen

Für das Erweiterungsprojekt Lindenpark benötigt die Sanavita AG Kapital. Es wurden Möglichkeiten geprüft, wie die Aktionärsgemeinden die Finanzierung ermöglichen können. Empfohlen wird – «aufgrund der überwiegenden Vorteile» – die Variante «Aktionärsdarlehen».

Die Rede ist von einem Darlehen von 3 Mio. Franken, das auf die Aktionärsgemeinden aufgeteilt wird: Windisch 2,187 Mio. Franken; Habsburg 267 000 Franken; Mülligen 546 000 Franken.

Weiter entscheiden die Einwohnerräte über Einbürgerungen, die Rechnung 2012 sowie den Gemeindevertrag über den regionalen Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz Brugg Region.

Einwohnerrat Mittwoch, 19. Juni, 19 Uhr, Gemeindesaal, Gemeindehaus 8. Stock.