Es war eine turbulente Einwohnerratssitzung in Brugg Ende Juni: Eine lebhafte Diskussion entwickelte sich rund um das Projekt «Vorstadt und Baslerstich», vor allem um den vorgesehenen Bodenbelag im Bereich der alten Aarebrücke. Eine Pflästerung, lautete die Meinung einer Mehrheit, sei nicht geeignet für betagte Personen oder für Menschen mit einer Behinderung.

Zwei Teilprojekte wurden zwar angenommen: der Kredit von 130'000 Franken für die Abdichtung der Aarebrücke sowie der Kredit von 2,09 Mio. Franken für den Ausbau des Baslerstichs für den Fuss- und Radverkehr sowie den öffentlichen Verkehr und die Gestaltungselemente. Zurückgewiesen wurde dagegen der Kredit von 770'000 Franken für den Ausbau der Kantonsstrasse. Der Stadtrat wurde beauftragt, die Ausführung mit Natursteinpflästerungen gemäss Bauprojekt neu zu überprüfen.

Verschiedene Varianten ausarbeiten

Für die Abklärungen wird nun eine Fachgruppe eingesetzt mit: Stadtrat Reto Wettstein; Kreisingenieur Giuliano Sabato; Bereichsleiter Tiefbau Stefan Zinniker; einem Vertreter der Procap (Selbsthilfeorganisation von Menschen mit Behinderung); Denkmalpfleger Heiko Dobler; Projektingenieur Philipp Huber; Architekt Jan Stoos.

«Die Fachgruppe erstellt zuhanden des Stadtrats eine Dokumentation mit den Abklärungen und einer Empfehlung», heisst es in einer Medienmitteilung. Anders gesagt: Es sollen Gestaltungsvarianten ausgearbeitet werden, die einerseits die Anforderungen für Menschen mit Behinderung erfüllen und andererseits bezüglich des Ortsbilds als geeignet erscheinen. «Dies gilt im Speziellen für die Belagsart in den Gehwegbereichen», ist in der Medienmitteilung festgehalten. Die Varianten werden anschliessend einer politischen Begleitkommission vorgestellt. Diese wird dem Stadtrat dann eine Empfehlung unterbreiten. (mhu)