Als Gesundheits- und Sozialpolitikerin hat sich FDP-Politikerin Martina Sigg einen Namen gemacht in den letzten Jahren – über die Parteigrenzen hinweg. Im Herbst kandidiert die Apothekerin aus Schinznach für den Nationalrat. Denn dort brauche es, antwortet die 58-Jährige auf die Frage nach ihren Beweggründen, mehr Politikerinnen, die ungebunden und ohne Scheuklappen Sachpolitik betreiben. «Gesetze und Regulierungen, die unser Leben beeinflussen, müssen vereinfacht und verschlankt werden. Die Bürokratie muss dringend abgebaut werden.»

Martina Sigg ist überzeugt, dass sie mit ihrer reichen Erfahrung als Grossrätin und als Unternehmerin sowie mit ihrem Fachwissen die Bundespolitik zum Nutzen der Aargauer Bürgerinnen und Bürger mitgestalten kann.

Sie weiss, wo die Knoten sind

Einen prall gefüllten Rucksack bringt sie tatsächlich mit: Martina Sigg führt zusammen mit ihrem Partner die Apotheke an der Oberdorfstrasse in Schinznach-Dorf. Seit 2010 ist sie Grossrätin. Für die Aargauer FDP hat sie die Funktion inne als Ressortleiterin Gesundheit und Soziales, ist Mitglied der Geschäftsleitung und des Fraktionsvorstands sowie Mitglied der Gesundheitskommission. Als Präsidentin steht sie zudem an der Spitze der FDP Frauen und der Ortspartei Schinznach. Weiter hat sie das Amt inne als Verwaltungsratspräsidentin der Effingerhort AG, ist Verwaltungsrätin des Medizinischen Zentrum Brugg sowie Vorstandsmitglied von Hospiz Aargau.

«Unsere medizinische Versorgung und Sozialwerke sollen zuverlässig funktionieren und finanzierbar bleiben», lautet ihre Botschaft. «In der kantonalen Politik habe ich erkannt, wo sich die grossen Knoten, die von der Bundesgesetzgebung gemacht werden, befinden. Diese müssen gelöst werden.» Kurzfristige Pflästerlipolitik und Einzelinteressen, macht Martina Sigg klar, seien für sie keine Option. «Ich stehe für eine nachhaltige Politik mit Blick auf das Ganze.»

Vom Listenplatz 15 aus nach vorne

Sie liebe den Kontakt und den Austausch mit verschiedenen Menschen, bringe gerne etwas in Bewegung, sagt sie zu den Gründen, weshalb sie politisch aktiv ist. Denn: «Unsere Schweiz funktioniert nur, wenn sich Menschen für die Gemeinschaft einsetzen.» Und sie selber setze sich gerne und mit Freude politisch ein. Bleibt daneben Zeit, hält sie sich draussen auf beim Wandern, Velofahren oder Skifahren. Auch Singen und Kochen gehören zu den Hobbys der Schinznacherin, die ledig ist, in einer Partnerschaft lebt und eine Tochter hat.

Sie wolle das Feld von hinten aufrollen, sagt sie mit Blick auf ihren Listenplatz 15. Auch wenn die FDP mit je acht starken Frauen und Männern ins Rennen steige, strebe sie bei den Wahlen eine vordere Platzierung an. Diejenigen Wählerinnen und Wähler, denen die – sachliche – Gesundheits- und Sozialpolitik wichtig sei und die grosse Erfahrung und den persönlichen Einsatz würdigen, könnten ihr die Stimme geben, hält sie fest. Sie sei eine volksnahe Politikerin, fasst Martina Sigg zusammen. Sie stehe ein für eine starke Vertretung der Region Brugg und für eine liberale Politik, die freiheitlich orientierte, verantwortungsbewusste Bürgerinnen und Bürger ins Zentrum stelle.