Windisch/Umiken

Pfadis und Lions werten Bahnböschungen ökologisch auf

Die steile Bahnböschung unterhalb des Riniker Steigs verlangt von den Helfern einiges ab. H.P.W.

Die steile Bahnböschung unterhalb des Riniker Steigs verlangt von den Helfern einiges ab. H.P.W.

45 Brugger Pfadfinder und 25 Mitglieder des Lions Club haben gemeinsam Bahnböschungen gesäubert, um sie ökologisch aufzuwerten.

Es war ein in der Zusammensetzung der Helfer ungewöhnlicher, aber erlebnisreicher Einsatz. Die jugendlichen Pfadis mit ihrem Motto «Allzeit bereit» und die bestandenen Lions mit dem Wahlspruch «Wir dienen» verstanden sich bestens. Sie fühlten sich im gemeinsamen Bestreben, einen Naturbeitrag zu leisten, verbunden. Die Aktion war auf den nationalen Lionstag abgestimmt, der im Zeichen des 100-Jahr-Jubiläums der weltweiten Lionsbewegung stand.

Bahnborde sind wichtig

An diesem Tag machten die Beteiligten eine Erfahrung, die sie bei Zugfahrten künftig auch besser auf Bahnböschungen achten lässt. Denn der Brugger Ingenieur Agronom und Umweltspezialist Markus Staub erklärte ihnen, dass diese Borde als Lebensräume und ökologische Vernetzungskorridore mit zunehmender Verdichtung des Siedlungsgebietes an Bedeutung gewinnen.

Sie brauchen aber Pflege. Sonst werden sie von Brombeer- und anderem Gestrüpp überwuchert, sodass kaum mehr Licht auf den Boden fällt. Je offener sie hingegen sind, desto mehr Lebensraum bieten sie lichtbedürftigen Pflanzen wie Wiesensalbei, aufrechter Trespe, Wiesenknopf und Wiesenflockenblume, sowie Kleintieren und den noch an Bahnböschungen in der Region vorkommenden Blindschleichen, Mauereidechsen, Ringelnattern, Zauneidechsen und Schlingnattern.

Viel Schweiss und Befriedigung

Mit diesen Erkenntnissen über ökologische Zusammenhänge machten sich die Pfadis und Lions an den Bahnböschungen in der Mülimatt Windisch sowie im Nüechtler Umiken und am extrem steilen Hang unterhalb des Riniker Steigs ans Werk. Das Gestrüpp wurde mit Motorsensen gemäht, mit Rechen zusammen ramissiert und zu Haufen aufgeschichtet, die Kleingetier neue Unterschlupfmöglichkeiten bieten. Den meisten Helfern kam diese Arbeit etwas ungewohnt vor. Sie gab jedenfalls Hunger und Durst, und wohl auch einigen Muskelkater – aber vor allem die Befriedigung, etwas Nützliches getan zu haben.

Den gemeinsamen Einsatz krönten das von einer Küchenmannschaft vor Ort zubereitete Mittagessen mit Grill-Spiessli sowie ein ungezwungener Gedankenaustausch zwischen Jung und Alt. Den beiden Einsatzleitern, dem Lions-Verantwortlichen Alois Wyss und der Pfadiführerin Anja Trachsel, war der Dank der begeisterten Equipe sicher.

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