Brugg
Petition lanciert: Quartierbewohner will Fahrverbot in der Habsburgerstrasse aufheben

Das Fahrverbot in der Habsburgerstrasse stört so manchen Autofahrer. Nun hat Quartierbewohner Paul Brünisholz eine Petition lanciert.

Janine Müller
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An diesem Fahrverbot stört sich der Quartierbewohner

An diesem Fahrverbot stört sich der Quartierbewohner

Michael Hunziker

Kaum aufgeschaltet, ist schon über ein Viertel der benötigten Unterstützer zusammengekommen (Stand Mittwochabend um 17 Uhr: 62 von nötigen 200). Das Fahrverbot in der Habsburgerstrasse stört viele Autofahrer aus Brugg, vor allem auch die Quartierbewohner. Lanciert hat die Petition auf der Plattform petitio.ch Paul Brünisholz.

Im Petitionstext schreibt der Quartierbewohner: «Auf der Habsburgerstrasse, von der Aarauerstrasse bis zur Bodenackerstrasse wurde auf drängeln einzelner und zulasten vieler Anwohner von der Brugger Behörde ein Fahrverbot installiert.» Die Habsburgerstrasse sei einer von nur vier Zubringern in und aus dem Westquartier. Zwei Personenwagen könnten sich problemlos kreuzen.

«Die Sperrung hat bewirkt, dass sich seit der Schliessung der Verkehr auf Schleichwegen durch andere, teilweise schmalere Quartierstrassen verlagert hat, wo sich Personenwagen nicht kreuzen können», führt Brünisholz aus. «Besonders prekär ist die Situation auf der Bodenackerstrasse mit den Schulwegen rund um das Bodenackerschulhaus.» Die Laternenparkplätze über mehrere dutzend Meter lang würden die Autofahrer dazu verleiten, bei Gegenverkehr auf die Gehsteige auszuweichen, und gefährden die Schulkinder im höchsten Masse.

Schleichverkehr bereitet Sorgen

Es ist vor allem der Schleichverkehr, der aufgrund des Fahrverbots entstanden ist, der Paul Brünisholz Sorgen bereitet. Das Problem seien die engen Strassenabschnitte, wo die Autos, weil sie nicht kreuzen können, auf das Trottoir ausweichen und so Kinder auf dem Schulweg gefährden. Diese Situation schilderte er bereits im Sommer 2015 gegenüber der az. «Damit sich einige Anwohner an der Habsburgerstrasse wohlfühlen können, müssen viele Bewohner im Westquartier unter immer höherem Verkehrsaufkommen leiden», fasste Brünisholz damals zusammen.

Unter dem Fahrverbot leidet auch das Gewerbe. PizzArgovia-Inhaber Pepe Misovski beispielsweise sieht die Existenz seiner Pizzeria gefährdet. Das Fahrverbot erschwere seinen Kunden und Lieferanten, die von der Aarauerstrasse kommen, den Zugang zur Pizzeria an der Bodenackerstrasse, wie er gegenüber der az sagte. Durch das Fahrverbot muss Misovski mit einem Umweg von bis zu vier Minuten rechnen. Bei mehreren Bestellungen ergebe das eine beachtlich längere Lieferzeit. Laut den Zahlen des Steueramts gingen die Einnahmen der Pizzeria im Jahr 2015 – ein Jahr nach Einführung des Fahrverbots – um 30 Prozent zurück.
Petitionär Paul Brünisholz fordert die Aufhebung des Fahrverbots auf der Habsburgerstrasse und möchte, dass im ganzen Quartier – mit Ausnahme der Badstrasse – Tempo 30 eingeführt wird.