Stiftung Domino

Peter Müller tritt nach 40 Jahren ab: Das ist der neue Domino-Präsident

Im Januar bekommt Philipp Küng (r.) das Zepter von Peter Müller.

Im Januar bekommt Philipp Küng (r.) das Zepter von Peter Müller.

Peter Müller übergibt sein Amt bei der Stiftung für Menschen mit Behinderung in Brugg-Windisch an Philipp Küng.

Über 40 Jahre lang stand Peter Müller ganz an ihrer Spitze. 1979 rief er die Stiftung für Behinderte Region Brugg-Windisch mit Gleichgesinnten ins Leben. Heute bietet sie unter dem neuen Namen «Domino» 51 Wohnplätze sowie 156 Arbeits- und Beschäftigungsplätze in Brugg, Windisch und Hausen.

Der Beweggrund für Peter Müllers Engagement war von Anfang an ein persönlicher. «Als Vater eines Sohnes mit Trisomie 21 fragte ich mich: Was wird mein Kind nach der Heilpädagogischen Schule machen?», sagt der 75-Jährige. Er schloss sich darum mit anderen betroffenen Eltern zusammen. Sie gründeten den Verein, der jetzt als «insieme Region Brugg-Windisch» bekannt ist und den Grundstein fürs Domino legte. Es folgten vier Jahrzehnte, in denen Müller sich für die Stiftung engagierte. Im September begleitete er noch den Baustart eines neuen Wohnhauses in Hausen.

Er wuchs neben dem «Mikado» und der HPS auf

Eine Abgabe seines Amtes als Stiftungsratspräsident hätte Müller sich bereits 2015 gewünscht. «Umso mehr freue ich mich, dass das Manöver des Stabwechsels jetzt gelingt», sagt er. Um das symbolisch zu untermauern, wird er dem Nachfolger einen physischen «Zauberstab» übergeben: «Damit wird der neue Präsident bei Bedarf magische Kräfte mobilisieren können. Die wirbelnden farbigen Teile im Inneren des Stabes sehe ich als Sinnbild für die grosse Vielfalt der Menschen mit besonderen Bedürfnissen, für die und mit denen die Stiftung Domino unterwegs ist.» Den Stab übernehmen wird Philipp Küng aus Windisch.

Der studierte Jurist und zweifache Vater arbeitet im Bereich der beruflichen Vorsorge für die Migros-Pensionskasse in Schlieren. Zudem war Küng während acht Jahren Mitglied und Präsident der Schulpflege Windisch. Er freue sich, dass er einen Beitrag zum Erfolg der Stiftung leisten könne, die er seit den Anfängen kenne. «Ich bin in unmittelbarer Nähe der HPS Windisch und des ‹Mikados› aufgewachsen. Deshalb sind Menschen mit besonderen Bedürfnissen für mich ganz selbstverständlich ein Teil der Gesellschaft», sagt der 56-Jährige.

Zur Stiftung hat er nach eigenen Angaben keinen direkt persönlichen, sondern eher etwas wie einen «nachbarschaftlichen» Bezug. Peter Müller kennt Küng von Kindesbeinen an. Vor zwei Jahren kontaktierte Müller ihn dann, erzählte von seinem Wunsch, das Amt zu übergeben.

Der Jurist sagt: «Für mich war schnell klar, dass ich gerne in der Stiftung mitarbeiten würde. Gemeinnütziges Engagement ist mir wichtig. Vor Jahren habe ich bei der Organisation und Durchführung von insieme-Ferienwochen mitgeholfen.» Seit Juni 2019 hatte der Windischer Zeit, sich als Teil der Betriebskommission auf das Amt im Domino vorzubereiten. Ab Januar übernimmt er die Aufgabe dann von Müller.

Der Bezug zur Stiftung Domino bleibt bestehen

Dass die Übergabe direkt nach dem 40-Jahre-Jubiläum der Stiftung stattfindet, war keine Absicht. «Ich hätte später übergeben können», erklärt Müller. 2021 ende aber die nächste Amtszeit des Stiftungsrats. «Mir war wichtig, dass Philipp mit den gleichen Leuten startet, mit denen er sich eingearbeitet hat.»

Obwohl Müller bald nicht mehr als Stiftungsratspräsident walten wird, behält er nach eigener Aussage einen starken Bezug zum Domino: «Dadurch, dass mein Sohn in der Stiftung arbeitet, werde ich mit ihr verbunden bleiben.»

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