Brugg
Per Handschlag sind diese Soldaten einen Schritt weiter

Der Kommandant der Genie Rekrutenschule 73, Oberst Nico Jungo, hat den Kadernachwuchs feierlich befördert. Die Stadtkirche in Brugg, wo die Brevetierung stattfand, war einmal mehr beinahe voll besetzt.

Marc Reinhard
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Mit Handschlag über die Schweizer Fahne klettern die Kandidaten auf der militärischen Karriereleiter. BY

Mit Handschlag über die Schweizer Fahne klettern die Kandidaten auf der militärischen Karriereleiter. BY

«Jungen Männern tut es gut, in die Rekrutenschule zu gehen. Losgelöst von Zuhause, weg vom ‹Hotel Mama› lernen sie selbständig zu werden und Verantwortung zu übernehmen.» So eröffnete Einwohnerrätin Franziska Roth ihre Rede in der Stadtkirche Brugg.

Sie stellte das Militär als positive Lebensschule dar und vergass dabei nicht, dass sie zu Soldaten sprach, die bereits einige Karriereschritte hinter sich haben. «Sie, hingegen, sind schon weiter» stellte sie gleich anschliessend fest und lobte die jungen Männer für ihre Absicht, sich «vom Durchschnitt abzuheben» Das sei wichtig, denn ‹Gleiche› gebe es genug und Menschen, die bereit seien, besondere Leistung zu zeigen, hätten ein besseres Lebensgefühl.

Ordentlich aufgereiht sassen gut fünfzig gerade eben Beförderte im Kirchenschiff und hörten aufmerksam zu: Leutnants, Hauptfeldweibel, Furiere und Wachtmeister. In den Minuten zuvor hatten sie alle den Handschlag über die Schweizer Fahne von ihrem Kommandanten, Oberst Nico Jungo entgegennehmen dürfen. Die neuen Offiziere im Rang von Leutnants bekamen zusätzlich ihren persönlichen Dolch. Einmal mehr war die Kirche mit Publikum beinahe voll besetzt. In den vordersten Reihen sassen Behörden, Gäste und höhere Offiziere aus befreundeten oder verwandten Einheiten.

Dahinter nahmen stolze Mütter und Väter Platz, neben Brüdern, Schwestern und Freundinnen. Umrahmt wurde die Feier mit dem Gesang der Landeshymne, imposant begleitet vom Militärspiel.

Nach dem Ausmarsch traf man sich zum abschliessenden Apéro beim Salzhaus, bis die Soldaten kurz nach Mittag in den wohlverdienten Wochenend-Urlaub durften.

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