Einwohnerrat Windisch

Pascal Schlegel von der SVP wird neuer Einwohnerratspräsident

Pascal Schlegel, SVP, 1994, Student Wirtschaftswissenschaften Uni Basel, bisher

Pascal Schlegel (SVP) wird Einwohnerratspräsident.

Pascal Schlegel, SVP, 1994, Student Wirtschaftswissenschaften Uni Basel, bisher

Der Einwohnerrat Windisch hat am Mittwochabend sein neues Präsidium gewählt. Und er hat dem Einbau einer neuen Schulküche im Schulhaus Chapf zugestimmt.

Mit der Verkündigung von zwei Rücktritten eröffnete Einwohnerratspräsident Dave Roth die erst zweite Sitzung des Gemeindeparlaments in diesem Jahr. Roth selber wird nach der Beendigung seiner Präsidialzeit Ende Jahr zurücktreten. Er politisiert für die SP-Fraktion. Auch Peter Vismara von der FDP verlässt den Einwohnerrat nach vielen Jahren, weil er zügelt.

Leitender Oberstaatsanwalt wird Vizepräsident

Personelle Änderungen gibt es per 1. Januar an der Spitze des Windischer Gemeindeparlaments. Pascal Schlegel von der SVP wurde mit 37 Stimmen zum höchsten Windischer gewählt. Neuer Vizepräsident wird Philipp Umbricht von der FDP, der mit 34 Stimmen gewählt wurde.

Philipp Umbricht, FDP, 1963, lic. iur., Leitender Oberstaatsanwalt, bisher

Philipp Umbricht (FDP) wird Vizepräsident

Philipp Umbricht, FDP, 1963, lic. iur., Leitender Oberstaatsanwalt, bisher

Esther Duran ist neu Stimmenzählerin, weiterhin dieses Amt inne hat Stefan Fehlmann von der EVP. Zu Veränderungen kommt es zudem in der FiGPK. Als Ersatz für Matthias Knecht (FDP) wurde James Bruderer mit 35 Stimmen gewählt. Er wurde von der FDP vorgeschlagen. Novica Vidic sitzt künftig im Wahlbüro. Er wurde von der SVP vorgeschlagen und mit 36 Stimmen gewählt.

Der Windischer Einwohnerrat entschied nebst dem Budget 2020 auch über den Verpflichtungskredit für die Erschliessung der Kanalisation der Arbeitszone Rütenen. «Das Gebiet muss jetzt erschlossen werden. Wir können die Synergien nutzen, die dank der Arbeiten an der Südwestumfahrung bestehen», hielt der zuständige Gemeinderat Matthias Treier fest. Diese Sicht war im Rat unumstritten. Als attraktive Arbeitszone wurde das Gebiet von Peter Vismara (FDP) bezeichnet. Stefan Fehlmann von der EVP störte sich daran, dass dem Einwohnerrat noch kein entsprechender Vertrag vorgelegt werden konnte. Letztlich stimmte der Rat dem Verpflichtungskredit von 235 000 Franken aber mit 37 Stimmen bei einer Enthaltung zu.

Ebenso unbestritten war der Verpflichtungskredit für die Altlastensanierung Fröschegräbe, die sich die Einwohner- und Ortsbürgergemeinde zur Hälfte teilen. «Es war in den 50er-, 60er- und 70er-Jahren gang und gäbe, den Abfall ins Auto zu laden, damit in den Wald zu fahren und diesen dort zu entsorgen», meinte Matthias Treier. Dass die Altlasten jetzt entsorgt werden müssen, war für sämtliche Fraktionen klar. Sie stimmten dem Verpflichtungskredit von 2,318 Mio. Franken einstimmig zu.

Aus dem Kommando werden neue Schutzräume

Diskussionslos genehmigte der Rat zudem den Verpflichtungskredit von 231 000 Franken für die Umnutzung des Kommandos in der Schulanlage Chapf in neue Schutzräume. Der Bund bezahlt 91 700 Franken an den Rückbau, die Ersatzbeiträge des Kantons belaufen sich auf 126 300 Franken und die Kosten für die Gemeinde für die Nutzung auf 13 000 Franken.

Unumstritten war in den Fraktionen der Einbau einer zusätzlichen Schulküche im Schulhaus Chapf sowie die Instandstellung der dadurch frei werdenden Räume im Schulhaus Dohlenzelg. Diese können künftig von der Primarschule genutzt werden. «Es ist ein Zwischenstopp auf dem Weg zu einem neuen Schulhaus. Wenn wir jetzt mit den Parallelprojekten nicht bald vorwärtsmachen, müssen wir über Provisorien nachdenken», mahnte Gemeinderat Max Gasser im Vorfeld der Diskussion. Karin Hefti von der FDP machte den Vorschlag, die Schulküche im Bezirksschulhaus beizubehalten. Der Rat stimmte den beiden Anträgen mit 37 zu 0 (Einbau Schulküche) und 37 zu 1 (Instandsetzung) zu.

Behandelt wurden zudem die Rückweisungen zur Gesamtrevision der Nutzungsplanung. Die beiden Vorschläge des Gemeinderats kamen deutlich durch. Noch nicht behandelt wurde das Hochhauskonzepts. Ebenfalls genehmigt hat der Rat die Überarbeitung des Geschäftsreglements.

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