Dass der Brugger Richard Fischer bei den Gesamterneuerungswahlen vom 24. September als Parteiloser für einen Sitz im Stadtrat kandidiert, machte er im Februar bereits publik. Ende 2016 war der 66-Jährige nach langer Mitgliedschaft aus der FDP-Stadtpartei ausgetreten, weil ihn die Partei nicht nominieren wollte. Ob er als Stadtrat und auch als Stadtammann kandidieren wird, wollte Fischer von den Nominationen aller Stadtparteien abhängig machen.

Doch nun hat er seine Meinung geändert, wie er am frühen Mittwochmorgen der Presse mitteilte: «Geschätzte Brugger Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, nach intensiven Gesprächen mit meinem Freundes- und Bekanntenkreis habe ich beschlossen, mich am 24. September der Stadtammann-Wahl zu stellen und freue mich nun auf den Dialog mit Ihnen auf www.brugger-dialog.ch!»

Bezeichnet sich als fit und gesund

Offiziell haben erst die FDP mit Stadtrat Reto Wettstein und Ammann-Kandidat Titus Meier (36 Jahre) sowie die CVP mit Stadtrat Leo Geissmann ihre Kandidaten für die Exekutive nominiert. Die SVP verzichtet und bei den Grünen und der SP laufen intensive Gespräche. Warum wartete Fischer nicht das ganze Kandidatenfeld ab? «Wenn die CVP mit Jürg Baur gekommen wäre, würde ich nicht als Stadtammann kandidieren, sondern ich hätte ihn unterstützt», so Fischer auf Nachfrage. Da er keinen Wahlkampf im gewohnten Rahmen führen werde, brauche er grundsätzlich etwas mehr Zeit. Auf sein Alter angesprochen, sagt er: «Ich bin 4 Jahre zu alt und Titus Meier 8 Jahre zu jung, aber ich bin fit und gesund.» (CM)