Brugg

Paar oder nicht? Gerüchte um Ammann und die neue Gemeinderätin

Marta Neukom und Rolf Häusler kennen sich seit 35 Jahren. archiv/to

Marta Neukom und Rolf Häusler kennen sich seit 35 Jahren. archiv/to

Der Gemeindeammann von Schwaderloch, Rolf Häusler bekommt im Gemeinderat Gesellschaft von seiner guten Freundin Marta Neukom. Die beiden werden oft für ein Paar gehalten. Fälschlicherweise, wie sie sagen.

Anfang 2014 bekommt Schwaderloch eine neue Gemeinderätin. Marta Neukom, ehemalige Brugger Einwohnerrätin und Schulleiterin in Brugg, wurde im zweiten Wahlgang vor rund einer Woche in stiller Wahl ins Amt gewählt. Dies sorgt nun für Gesprächsstoff. Von verschiedenen Seiten erfuhr die Aargauer Zeitung, dass Neukom seit einigen Jahren mit Schwaderlochs Gemeindeammann Rolf Häusler liiert sei.

Häusler dementiert diese Gerüchte: «Wir sind seit langer Zeit gut befreundet, unterhalten aber keine Liebesbeziehung.» Er sagt, Neukom sei schon einige Male fälschlicherweise für seine Partnerin gehalten worden.

Häusler kennt Marta Neukom seit 35 Jahren. Sie sei Lehrerin und später auch Schulleiterin in Schwaderloch gewesen, so der Gemeindeammann. «Ab November wohnen wir sogar zusammen in einer Wohngemeinschaft.»

Neukom ist sich sicher, dass sie trotz der guten Freundschaft zu Häusler gut politisch mit ihm zusammenarbeiten könne: «Ich bin bereits jetzt in der Marketingkommission in Schwaderloch tätig, und die Zusammenarbeit dort funktioniert reibungslos.»

Rechtlich gesehen kein Problem

Die langjährige Freundschaft zwischen Häusler und Neukom ist rechtlich gesehen kein Problem für den Gemeinderat. «Wir haben das sogar juristisch abklären lassen», sagt Neukom. Selbst wenn sie mit Häusler liiert wäre, dürften die beiden Mitglied in derselben Behörde sein.

Der Leiter des Rechtsdienstes der kantonalen Gemeindeabteilung, Martin Süess: «Laut dem Unvereinbarkeitsgesetz dürfen Ehepartner und eingetragene Partnerschaften nicht gleichzeitig im selben Gemeinderat sein. Das gilt aber nicht für eine Liaison.»

Süess findet es nicht ideal, wenn zwei Personen, die eine Liebesbeziehung unterhalten, in derselben Behörde politisieren. «Grundsätzlich widerspricht dies dem Grundgedanken, dass ein Gemeinderat unbefangen handeln soll.»

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