Riniken
Ortsbürgerversammlung ganz im Zeichen der Stromleitung

Im Zusammenhang mit der Verlegung der Hochspannungsleitung steht bei den Ortsbürgern ein Wald-Niederhaltungsvertrag zur Debatte. Das anspruchsvolle Projekt ist eine Premiere für die Swissgrid, die Eigentümerin des Schweizer Höchstspannungsnetzes.

Michael Hunziker
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Beim Übergangsbauwerk Nord möchte die Swissgrid auf das Fangnetz verzichten.

Beim Übergangsbauwerk Nord möchte die Swissgrid auf das Fangnetz verzichten.

Am «Gäbihübel» im Raum Bözberg/Riniken kommt die 380-Kilovolt-Stromleitung auf einem 1,3 Kilometer langen Abschnitt in den Boden. Derzeit wird gearbeitet an den beiden Übergangsbauwerken, auf verschiedenen Abschnitten des Kabelkanals sowie an der Unterquerung der SBB-Linie. Das anspruchsvolle Projekt ist eine Premiere für die Swissgrid, die Eigentümerin des Schweizer Höchstspannungsnetzes.

Die Erdverkabelung ist auch ein Thema bei den Ortsbürgern in Riniken am 21. Dezember: Zur Diskussion steht der sogenannte Wald-Niederhaltungsvertrag über eine Fläche von insgesamt 3800 Quadratmetern. Denn mit der Verlegung der Hochspannungsleitung möchte die Swissgrid auf das bewilligte Fangnetz an der westlichen Seite beim Übergangsbauwerk Nord verzichten – sowohl aus ästhetischen als auch aus finanziellen Gründen. Mit der Vereinbarung erhält die Swissgrid das Recht, vorhandene beziehungsweise nachwachsende Waldbestände oder Einzelbäume soweit niederzuhalten beziehungsweise abzuholzen, dass jederzeit ein Sicherheitsabstand eingehalten ist.

Die ersten Holzerarbeiten werden frühestens in fünf Jahren ausgeführt, hält der Gemeinderat fest. Verantwortlich zeichnen für die Niederhaltung des nachwachsenden Waldbestandes wird die Ortsbürgergemeinde Riniken.

Weiter entscheiden die Stimmberechtigten über das Reglement über die Errichtung eines Waldfonds sowie das Budget 2019. Im kommenden Jahr wird von einer Holznutzung von 950 Kubikmetern ausgegangen. Die Holzschläge stehen alle im Zusammenhang mit der Verlegung der Hochspannungsleitung.

Geführt wird an der Versammlung ausserdem eine Grundsatzdiskussion über die Ersatzbeschaffung von Stühlen im Waldhaus «Ebni». Gerechnet wird mit 22 Stühlen, die über ein Sponsoring finanziert werden könnten. Bevor ein Kredit beantragt wird, soll die Meinung der Ortsbürger eingeholt werden. Wird das Vorhaben befürwortet, soll eine Arbeitsgruppe – Ortsbürger und Hauswart – eingesetzt werden, die ein entsprechendes Konzept erarbeitet. Danach kann wiederum die Ortsbürgerversammlung über einen allfälligen Kredit befinden.

Ortsbürgerversammlung Freitag, 21. Dez., 20.15 Uhr, Waldhaus «Ebni».