Brugg

Optimisten für die Gemeinschaft: Ihre Äpfel sollen jetzt Armut lindern

Dank Apfel einen Wunsch erfüllen. TR

Dank Apfel einen Wunsch erfüllen. TR

Der Soroptimist Club ist bekannt dafür, dass er sich für Frauen und Kinder einsetzt. Mit dem Verkauf von Bio-Äpfeln sollen arme Familien unterstützt werden.

Sie ist hier unter uns, hier in der Region. Die Armut. Manchmal kaum sichtbar und trotzdem ist sie da. Häufig trifft es Familien oder alleinerziehende Frauen. Diesen Menschen will der Soroptimist International – Club Brugg Baden mit dem Verkauf von Bio-Äpfeln unter die Arme greifen. Denn eine der Devisen der Soroptimist International ist, «handeln» und sich für die Gemeinschaft einzusetzen – hauptsächlich für Frauen.

Nebst dem jährlichen Tulpenverkauf im Frühling «wollen wir jetzt eine regionale Aktion durchführen», erklärt Susanna Roniger vom Club. Aus verschiedenen Vorschlägen einer Arbeitsgruppe habe sich der Club für den Apfelverkauf entschieden. Eine solche Aktion führte der Club Frick bereits erfolgreich durch. «Von dessen Erfahrungen können wir nun profitieren», sagt Roniger. Jeweils fünf Bio-Äpfel werden in Papiertüten verpackt und für zehn Franken auf dem Neumarktplatz in Brugg verkauft. Die Bio-Äpfel sind aus der Region und der Erlös kommt Menschen aus der Region zugute.

Den Jahresbeitrag finanzieren

Von der Aktion erhofft sich der Soroptimist Club in erster Linie einen hohen Erlös, um die Menschen in der Region unterstützen zu können. «Auch möchten wir unseren Service-Club bekannter machen», ergänzt Roniger.

Damit das Geld auch an die richtigen Familien gelangt, hat der Club in dessen sozialem Netz nachgefragt und verschiedene Institutionen kontaktiert, ob sie Menschen kennen, die in finanzieller Not sind und die für etwas Konkretes dringend Geld brauchen oder sich gerne einen grossen Wunsch erfüllen möchten, wofür das Geld nicht reicht. «So haben wir konkret eine Anfrage für den Fussballclub-Jahresbeitrag von begabten Buben aus einer finanzschwachen Familie», gibt Roniger ein Beispiel.

Weitere Einsatzmöglichkeiten seien beispielsweise der Anteil einer Zahnarztrechnung für eine dringende Behandlung, der Lagerbeitrag für Kind oder ein Zoobesuch für die ganze Familie. «Im Moment sind wir am Sammeln und werden nach der Aktion entscheiden, wohin der Erlös fliesst, doch er soll vor allem Frauen und Kindern zu-gutekommen», betont Club-Mitglied Susanna Roniger. Wie viel die Frauen an der Apfel-Aktion einnehmen werden, sei für sie schwierig zu beurteilen. «Wir rechnen aber mit einem Reinerlös von mindestens 2000 Franken.»

Bio-Äpfel-Verkauf Soroptimist Club Brugg Baden, Samstag 17. Oktober, ab 8 Uhr vor der Migros auf dem Neumarktplatz.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1