«Wir wollen die Stromversorgung so sicherstellen, dass sich niemand mehr Gedanken darüber machen muss», erklärte Peter Jansohn, Leiter Energiesysteme am PSI, gegenüber dem SRF Regionaljournal Aargau Solothurn. 

Mit seinem Team arbeitet Jansohn an einer Lösung dafür, dass Strom aus alternativen Energien wie Wind oder Sonne rund um die Uhr und in gleichen Mengen verfügbar ist. «Wir haben heute das Problem, dass wir im Winter zu wenig Strom zur Verfügung haben und im Sommer zu viel», so Jansohn. Weil sich diese Problematik in Zukunft noch verstärken werde, müsse man sie über neue Energiespeichermethoden abdecken.

Zu genau diesem Zweck nahm das PSI gestern Mittwoch eine neue Anlage in Betrieb, mit der die Speicherung grosser Energiemengen auf eine rentable Basis gebracht werden soll. Damit soll es möglich sein, den überschüssigen Strom aus dem Sommer bis in die Wintermonate zu speichern und diesen abzurufen, wenn man ihn braucht. 

Mit diesem Konzept will das PSI Menschen rund um die Uhr mit erneuerbarer Energie versorgen.

Die neue Energy System Integration-Plattform – kurz ESI genannt – arbeitet dabei beispielsweise mit Wasserstoff, das aus dem überschüssigen Strom produziert wird. Im Winter wird der Prozess dann umgekehrt und die Anlage produziert aus dem gespeicherten Wasserstoff wieder Strom. 

So funktioniert die Umwandlung von Strom in energiereiches Gas.

Die Anlage sei zwar eine reine Versuchsplattform, wie Jahnson gegenüber SRF erklärte. Dennoch sei man damit einer Anlage im grossen Stil schon sehr nahe. Laut den Forschern des PSI dauere es nicht mehr lange, bis bei Kraftwerken oder am PSI selbst grosse Energiespeicheranlagen installiert werden.