Kultur
Odeon Brugg: Grosszügige Geldspritze für das erste Dokumentarfilmfestival

Der Kulturverein Odeon Brugg erhält den mit 10'000 Franken dotierte Metron-Förderpreis 2020. «Der Preis schafft die Grundlage für die erste Ausgabe der Dokumentarfilmtage», sagt Betriebsleiter Stephan Filati.

Claudia Meier
Merken
Drucken
Teilen
Das Brugger Kulturhaus Odeon wurde mit einem Förderpreis ausgezeichnet.

Das Brugger Kulturhaus Odeon wurde mit einem Förderpreis ausgezeichnet.

Michael Hunziker

Das erste Dokumentarfilmfestival der deutschsprachigen Schweiz wird vom 16. bis 19. September 2021 in Brugg über die Bühne gehen. Dafür erhalte der Verein Odeon Brugg den diesjährigen Metron-Förderpreis, schreibt das Unternehmen, das in den Fachbereichen Architektur, Raumentwicklung, Verkehr, Landschaft und Umwelt tätig ist, in einer Mitteilung.

Das Festival für Cinéasten, Filmschaffende und -interessierte soll ab 2021 alle zwei Jahre stattfinden, alternierend zu den Brugger Literaturtagen. Mit den Dokumentarfilmtagen könnten die Vielfalt des dokumentarischen Erzählens abgebildet, aktuelle Themen aufgenommen sowie zum Reflektieren und Diskutieren angeregt werden. Die in diesem Sinn zusammengestellten Programme zeigten die Vielfältigkeit des menschlichen Lebens und böten Möglichkeiten, den persönlichen Horizont zu erweitern.

Das Kulturhaus am Bahnhof bereichert das Brugger Stadtleben

«Mit Beständigkeit und frischen Formaten bereichert der Verein, dessen Kulturhaus sich in fussläufiger Distanz zum Hauptsitz der Metron befindet, das kulturelle Stadtleben von Brugg», heisst es in der Medienmitteilung. Das Kulturhaus pflege seit über 20 Jahren den hochwertigen Dokumentarfilm: eine Herzensangelegenheit.

Als Betreiber des Kulturhauses bringt der Verein Odeon seit seiner Gründung im Jahr 1989 Kultur nach Brugg und belebt damit die ganze Region. Das multifunktionale Kinotheater bietet dem Verein mit seinen über 1'000 Mitgliedern und dem Einsatz von Freiwilligen ein weites Spielfeld.

«Der Preis bedeutet für uns einerseits Anerkennung für unsere Arbeit im Bereich Dokumentarfilm, den wir im ‹Odeon› seit Jahren pflegen, und schafft die Grundlage für die erste Ausgabe der Dokumentarfilmtage», sagt Betriebsleiter Stephan Filati. Zusammen mit den Subventionsbeiträgen sei der Metron-Förderpreis ein sehr wichtiger Teil der Finanzierung. Das Festivalzentrum wird im September 2021 im «Odeon» beim Bahnhof eingerichtet. Hier werden Filme gezeigt, Podiums- und Gesprächsrunden sowie die Preisverleihung durchgeführt.

Etwa 50 Filme werden an drei Spielorten gezeigt

Der zweite Projektionsort, das Cinema Excelsior, ist wenige Schritte entfernt. Mit dem Zimmermannhaus springt das Festival über die Aare und bringt experimentelle, innovative und kreative Festivalformate in der Vorstadt. An allen drei Spielorten zusammen werden laut Stephan Filati im Rahmen des Festivals in etwa 50 Filme gezeigt.

Der Metron-Förderpreis wird jährlich vergeben und ist mit 10000 Franken dotiert. Der Preis soll einen Anreiz bieten, ein innovatives, zukunftsgerichtetes Kulturprojekt zu realisieren.