Gemeindefusion

Oberflachs und Schinznach-Dorf schliessen sich definitiv zusammen

Jetzt ist es definitiv: Die Gemeinden Oberflachs und Schinznach-Dorf schliessen sich per 1.Januar 2014 zusammen. Das ist dieses Wochenende durch die obligatorische Urnenabstimmung bestätigt worden. 532 Ja- zu 78 Nein-Stimmen besiegelten die Fusion.

Nun muss der Grosse Rat beipflichten – was allerdings eher Formsache ist, begrüsst doch der Kanton vereinfachte Strukturen auf kommunaler Ebene. Die beiden Gemeindeammänner Peter Feller aus Oberflachs und Urs Leuthard aus Schinznach-Dorf sahen die Fusionsabsichten vor dem Abstimmungs-Wochenende nicht gefährdet. «Das chunnt guet!», hatte Feller schon am Freitag prognostiziert. «Ich bin sehr zuversichtlich», sagte auch Urs Leuthard. «Seit der klaren Abstimmung an der Gemeindeversammlung hat sich hier im Dorf politisch zu diesem Thema gar nichts mehr bewegt. Wir werden ab dem nächsten Jahr zusammengehen, für uns ist das klar.»

«Hochzeits»-Apéro beim Nachbarn

Auf der Seite von Schinznach-Dorf war die Zuversicht gar so gross, dass ein Apéro für die Zeit kurz nach dem Urnengang bereits organisiert worden war – notabene auf dem Dorfplatz in Oberflachs. Dieser ist zum vollen Erfolg geworden: Viele Stimmbürger aus beiden Gemeinden waren gekommen, erhoben die Gläser auf die gemeinsame Zukunft bei schönstem Wetter und gratulierten einander zur «Hochzeit». In der Tatsache, dass das offizielle Schinznach-Dorf in Oberflachs eine solche Zusammenkunft organisierte, sah Peter Feller nicht nur eine Geste, sondern ein Zeichen der verbindlichen Freundschaft zwischen den beiden Gemeinden.

Der Abstimmungsausgang war sehr deutlich. In Oberflachs wurde die Fusion bei einer Stimmbeteiligung von 51 Prozent mit 165 zu 23 Stimmen gutgeheissen. In Schinznach-Dorf betrug die Stimmbeteiligung nur 35 Prozent. Die Stimmbürger sagten mit 367 zu 55 Stimmen Ja zur Fusion. «Das deutliche Resultat ist wirklich schön und gibt Anlass zur Freude. Es zeigt, dass es keine klare Opposition gibt», freut sich Gemeindeammann Urs Leuthard. «Jetzt haben wir einen guten Grundstein gelegt für die gemeinsame Zukunft ab 1. Januar 2014», so Leuthard. Gemeindeammann Peter Feller aus Oberflachs war nicht überrascht über die wenigen Nein-Stimmen. «Im Gegenteil, ich machte mir Sorgen, dass es noch weniger sein könnten und dann von Manipulation gesprochen wird», sagte Feller gestern im Anschluss an den gemeinsamen Dorf-Apéro. «Jetzt beginnt die Arbeit. Am 14. August steht die Bildung der Ausschusskommission an.»

Gute Vorbereitung

Dass sich die beiden Gemeinden zusammenschliessen können, ist nicht nur der guten Vorbereitung durch eine Projektgruppe zu verdanken, sondern auch einer gewissen Beharrlichkeit: Ausgangspunkt dafür war die vor Jahren geplante Megafusion von sieben Gemeinden im Schenkenbergertal. Schinznach-Dorf und Oberflachs sind die einzigen verbleibenden aus diesem nach und nach redimensionierten Fusionsprojekt.

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