Auenstein
Nutzungspläne sind veraltet

Der Gemeinderat möchte auf die kommenden Herausforderungen vorbereitet sein und die planerischen Weichen stellen.

Michael Hunziker
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Auenstein will sich auf die Zukunft vorbereiten.

Auenstein will sich auf die Zukunft vorbereiten.

az

Das Dorf ist gewachsen, die gesetzlichen Grundlagen haben sich geändert: An der Gemeindeversammlung in Auenstein steht nach mehr als 15 Jahren eine Gesamtrevision der Nutzungsplanung zur Diskussion. In einer ersten Phase wurde bereits eine Bevölkerungsumfrage durchgeführt und ein räumliches Leitbild erarbeitet. Dieses Planungsinstrument erlaubt es der Gemeinde, die zukünftige Entwicklung zu steuern und zu beeinflussen.

Genehmigt die Gemeindeversammlung den Kredit von 285 000 Franken, kann ab Januar 2017 ein Entwurf zur Revision des Bauzonen- und Kulturlandplans sowie der Bau- und Nutzungsordnung erarbeitet werden. Anfang 2018 soll der Entwurf im Rahmen der Mitwirkung der Bevölkerung vorgestellt und gleichzeitig an den Kanton zur Vorprüfung eingereicht werden. Voraussichtlich im März 2019 kann der Entwurf öffentlich aufgelegt und im Herbst des gleichen Jahres durch die Gemeindeversammlung beschlossen werden. Abschliessend wird die revidierte Nutzungsplanung zur Genehmigung an den Kanton weitergeleitet.

Geld für neues Schulhaus

Ebenfalls entscheiden die Stimmberechtigten am Freitag, 18. November, über die Zonenplanänderung Kindergarten. Der Hintergrund: Der Kindergarten wurde in das neue Schulhaus Bündte integriert, das bisherige Kindergartengebäude abgebrochen. Der Gemeinderat plant nun, die Parzelle zu verkaufen und von der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen in eine Wohnzone umzuzonen. Zwei weitere angrenzende Flächen werden, ist gleichzeitig vorgesehen, ebenfalls der neuen Zone zugewiesen.

Die Einnahmen aus dem Verkauf der Parzelle sollen teilweise der Finanzierung des neuen Schulhauses dienen. Deshalb möchte der Gemeinderat die Umzonung vor der angelaufenen Gesamtrevision der Nutzungsplanung durchführen. Die öffentliche Auflage mit Mitwirkungsverfahren fand im Sommer statt. Es ging eine Einwendung ein, die nach der Einwendungsverhandlung zurückgezogen wurde.

Daneben beantragt der Gemeinderat mit dem Budget 2017 einen gleichbleibenden Steuerfuss von 97 Prozent. Bei einem Aufwand von 7,02 Mio. Franken und einem Ertrag von 6,58 Mio. Franken resultiert ein Aufwandüberschuss von 437 405 Franken. Dieser wird dem Eigenkapital entnommen. Gerechnet wird mit Einkommens- und Vermögenssteuern von rund 4,2 Mio. Franken.

Auf der Ausgabenseite fallen laut Gemeinderat insbesondere massive Kostensteigerungen im Bildungsbereich ins Gewicht. Dazu gehören, fährt die Behörde fort, die Besoldungsanteile der Lehrpersonen an den Kanton, höhere Schulgelder, höhere Personalkosten, Abschreibungen auf dem Neubau Mehrzweckgebäude «Bündte» sowie weitere, vor allem gebundene Ausgaben. (mhu)

Gemeindeversammlung Freitag, 18. November, 20 Uhr, Turnhalle.