Aufbruchstimmung am ersten Frühlingsferientag im Schulhaus Oberbözberg: Im Gang stapeln sich Schachteln, Pulte und Stühle. Mit Traktor und Wagen ist eine schlagfertige Truppe gekommen. Die Primarschule wird vom Ortsteil Oberbözberg zum Ursprung gezügelt. Die Lehrpersonen haben alles Material in Kisten verpackt und fein säuberlich beschriftet.

Nach den Frühlingsferien werden alle Primarschüler im frisch sanierten Schulhaus Ursprung unterrichtet. Einzig die 16 Kindergärtler bleiben bis zu den Sommerferien in Oberbözberg. Der Blick auf das Alpenpanorama und das frühlingshafte Wetter sorgen beim Zügelteam für gute Laune.

Im fast leergeräumten Schulzimmer wartet noch ein Skelett «Die Klaviere werden von einem Spezialisten gezügelt», sagt Schulhausabwart Remo Bottlang auf dem Rundgang durch das verwaiste Schulhaus.

Hochbetrieb auf der Baustelle

Szenenwechsel: Der Zügeltross kommt im Ursprung an. Schnell wird klar, hier steht bis zum Ende der Frühlingsferien noch ganz viel Arbeit an. Der Eingangsbereich wird gerade vermessen, der Belag fehlt noch. Überall hängen Kabel.

«Witterungsbedingt kam es bei der Fassadensanierung zu Verzögerungen. Bis zur Fertigstellung kann es noch bis zu zwei Monate dauern», so Bottlang. «Wo ist das Sekretariat?», fragt ein Helfer. Alle Schachteln und Möbel wollen im richtigen Raum deponiert werden. Am Dienstag beginnen die Lehrpersonen mit Einrichten.

Sie konnten auf mehreren Rundgängen in den vergangen Wochen den Fortschritt der Sanierungsarbeiten mitverfolgen. Am Freitag wurden sie vom Bauführer informiert, welche Vorsichtsmassnahmen für den Schulbetrieb getroffen werden.

Ende des Provisoriums

In den vergangenen Monaten wurden in Oberbözberg die beiden Schulen Ober- und Unterbözberg für die Zeit der Sanierungsarbeiten zusammengelegt. «In dieser Zeit hatten wir ein Lehrerkollegium, aber zwei Schulbehörden und zwei Schulleiter. Das war eine grosse Herausforderung, weil alles milizmässig läuft», sagt Schulleiter Ueli Zulauf.

Seit der Fusion am 1. Januar ist die Schule organisatorisch eine Einheit. Aber erst nach den Sommerferien werden auch alle Kindergärtler im Ursprung unterrichtet. Dann kann das verwaiste Schulgebäude in Oberbözberg zur Gesamtverwaltung der neuen Gemeinde Bözberg umfunktioniert werden.

«Ich bin dieses Jahr nur am Zügeln», sagt Schulhausabwart Remo Bottlang im Hinblick auf die nächsten Projekte und lacht. Das werde schon klappen, schliesslich seien sie eine eingespielte Zügelmannschaft, so Bottlang.

Dann öffnet er die Türe zu den sanierten Klassenzimmern. Die Böden sind abgeschliffen, die Wände frisch gestrichen und die Wandtafel ist bereit. Dort, wo früher der Kindergarten war, wurde der Raum fürs Textile Werken hergerichtet.

Sämtliche sanitären Anlagen wurden erneuert. Die Duschen stammten noch aus dem Jahr 1957. Unter der Turnhallenbühne – dort wo die Vereine früher die Bierschwemme betrieben – entstand ein neues multifunktionales Zimmer für den Englisch- und Musikunterricht.