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Nur der Wald war noch da: Die Natur als Wunderheiler in der Coronakrise

Auf dieses Rundholzpolter hat jemand mit schwarzer Kreide etwa 50 unterschiedliche Gesichter gezeichnet.

Auf dieses Rundholzpolter hat jemand mit schwarzer Kreide etwa 50 unterschiedliche Gesichter gezeichnet.

Der Wald war für viele einer der wenigen Rückzugs- und Erholungsorte während des Lockdowns. Und wurde deshalb viel intensiver genutzt als sonst.

Während des Lockdowns suchten zahlreiche Menschen Abwechslung in der Natur, um aus den einengenden vier Wänden herauszukommen. Der Wald wurde für viele ein beliebtes Ausflugsziel, was Gemeindeammann Richard Plüss aus Lupfig besonders freut. Bis zu seiner Pensionierung im vergangenen Jahr war Plüss 37 Jahre lang Leiter des Forstbetriebs Birr-Lupfig.

Während der Streifzüge durch den Wald sind ihm zwei kreative Ideen besonders ins Auge gestochen: Natur-Mandalas aus Steinen, kleinen Holzteilen oder Tannzapfen sowie ein bemaltes Rundholzpolter. Plüss hat grosse Freude an den mit schwarzer Kreide auf die Stammstirnflächen gezeichneten Gesichter. «Unter diesen zirka 50 unterschiedlichen Blicken hatte jeder seine eigene Identität und Aussagekraft. Man kann mit diesen gemalten Gesichtern so richtig kommunizieren und Details über ihren Gemütszustand erkennen», so der ehemalige Förster, für den der Wald stets auch Erlebnis- und Bildungsraum war. «Es ist zu hoffen, dass Kinder und Erwachsene auch nach der Coronakrise weiterhin in den Wald kommen und den Wald auf diese Art und mit einem eigenen Beitrag erleben», bilanziert Plüss. (az)

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