Brugg

Nostalgische Lokomotive auf Brugger Schienen

Die Spanisch-Brötli-Bahn bei der Einfahrt in den Bahnhof Brugg.

Die Spanisch-Brötli-Bahn bei der Einfahrt in den Bahnhof Brugg.

Am Tag der offenen Tore des Bahnparks gab es alte Dampflokomotiven und neue Modelleisenbahnen zu bestaunen

Rauch steigt auf – mit einem Ruck setzt sich die Spanischbrötlibahn langsam in Gang. Kinder jubeln, die zahlreichen Fotografen am Weg verfolgen mit ihren riesigen Objektiven die geschichtsträchtige Lokomotive. Zum 10 Jahr-Jubiläum von SBB Historic drehte die erste Bahn der Schweiz ihre Runden zwischen Wettingen und Brugg. Endstation war der Brugger Bahnpark. Dieser öffnete für einen Tag die Tore für alle interessierten Bahnfans und Nostalgiker. In der Halle gab es Dampflokomotiven der verschiedensten Art zu bestaunen. Zudem wurde eine grosse Modelleisenbahn aufgebaut und diverse Verkaufsstände boten Accessoires rund um das Thema Eisenbahn feil. Für das leibliche Wohl sorgte eine Festwirtschaft sowie ein Grillstand.

Feier in altem Gemäuer

Zum Festgelände wurde von den Veranstaltern ein Shuttle-Service angeboten. Und wie es sich für so einen Anlass gehört, wurde man direkt am Bahnhof von einer alten Lokomotive abgeholt und zum Depot kutschiert. Dieses ist die älteste Depot-Anlage des Mittellandes. Unterhalten werden die alten Gebäude von der Stiftung Bahnpark Region Brugg. Ihr Ziel ist es, die Bauten in ihrem ursprünglichen Sinne weiter zu betreiben. Eine der Lokomotiven, die ihren Platz im Depot gefunden haben, ist das «Seetal-Krokodil».

Gerettet und restauriert

56 Jahre lang erledigte diese Lokomotive den Güterverkehr auf der Seetalstrecke. Ursprünglich waren es drei «Krokodile», zwei davon wurden im Jahr 1983 für immer aus dem Verkehr gezogen. Die Dritte im Bunde stand noch zehn Jahre bei der Oensingen-Balsthal-Bahn im Einsatz. Nach einem Brand war die Lok nicht mehr einsetzbar und drohte verschrottet zu werden. Zu diesem Zeitpunkt schlossen sich Interessierte zusammen und retteten die alte Bahn in Schwerstarbeit: «Elf Jahre lang haben wir an der Restauration des ‹Seetal-Krokodils› gearbeitet», sagt Hansueli Brodbeck des Vereins Seetalkrokodil 15301. Nun präsentierte sich die Lok in neuem Glanz und konnte von den Gästen bestaunt werden.

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