Schinznach-Dorf

Noch einmal brummt es, dann kehrt Ruhe ein: im Heimatmuseum geht die Saison zu Ende

Ein Imker betrachtet die wild erstellte Drohnenwabe. zvg

Ein Imker betrachtet die wild erstellte Drohnenwabe. zvg

Mit Glühwein, Kerzen und Honig in den Winter – im Heimatmuseum geht die Saison zu Ende; ein spannendes 2019 bahnt sich an.

Im Heimatmuseum Schinznach endet die Saison diesen Sonntag. Von 14 bis 17 Uhr brummt es nochmals im und um das Museum. Der Glühwein duftet, der Kerzenwachs schmilzt und der kleine Honigmarkt lässt das Besucherherz höherschlagen.

Anschliessend werden der Verein Bienenzüchter unteres Aaretal sowie die Landfrauen Oberflachs ihre vielfältigen Ausstellungsgüter ans Trockene bringen. Mit Leib und Seele haben sie ihre Sonderausstellungen gestaltet – die Landfrauen haben gar Herbstsuppe gekocht – und sind Red und Antwort gestanden die ganze Saison über. Der Dank des Publikums und des Museumsteams ist ihnen gewiss.

Die Bienen ziehen sich in ihren Stock zurück bis zum nächsten Frühling. Viel gab es zu erfahren über Ihr Leben, und nimmermüde fütterten die Imker die Besucher mit ihrem Wissen. Zum Schluss wird nochmals der Bienenwachs verwendet als Grundlage für allerhand fantasievolle Kerzenformen beim Kerzenziehen- und -giessen. Ein kleiner vorweihnachtlicher Markt begleitet die Aktion.

Viel Schnee gehört zur Ausstellung der Marathontrophäen von Emil Hartmann. Neben den Dauer- und Sonderausstellungen soll im Museumsdepot auch im nächsten Jahr wieder eine andere, persönliche Sammlung ihren Ausstellungsplatz finden. Gerne nimmt das Museumsteam Anmeldungen entgegen.

Die Einsichten ins Bienenleben haben den Blick wieder geschärft für das Dasein auch anderer Insekten und überhaupt der Wirbellosen. Die Dauerausstellung zeigt besondere Beispiele dazu, in Gestalt von Wirbellosen in fossiler Form, aus dem Heistersteinbruch oberhalb des Dorfes – 165 Jahrmillionen gewähren diese Seesterne, Seeigel und Seelilien einen Blick zurück auf weit entfernte Ahnen.

Eben sind neue Lager fossiler Stachelhäuter im Steinbruch Jakobsberg gefunden worden. Aber auch Themen direkt aus dem Schenkenbergertal sind in Vorbereitung. Ein spannendes Museumsjahr 2019 bahnt sich an. (az)

Das Heimatmuseum von Schinznach-Dorf befindet sich an der Oberdorfstrasse 13 hinter dem Gemeindehaus (Postautohaltestelle‹ Gemeindehaus); Öffnungszeiten jeden ersten Sonntag im Monat von Mai bis November von 14 bis 17 Uhr; zusätzliche Führungen: Emil Hartmann, 056 443 21 54; das benachbarte Museum «Mittlere Mühle» hat dieselben Öffnungszeiten; Eintritt frei für beide Museen.

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