Die Gemeinden Bözen, Effingen, Elfingen und Hornussen (BEEH) prüfen derzeit einen Zusammenschluss. Im letzten Workshop vor der Sommerpause waren die acht Arbeitsgruppen eingeladen, ihre Vision für eine allfällig neue Gemeinde zu formulieren.

Vielfältig waren die daraus resultierenden Stichworte, heisst es in einer Medienmitteilung. Genannt werden unter anderem Gesundheitstag, erneuerbare Energie, Foxtrail, gedeckte Autobahn, alternatives Wohnen, Engineering-Valley oder Reha-Standort. Letztlich lehnten damit alle Arbeitsgruppen an der Vision an, wird in der Medienmitteilung weiter ausgeführt, die schon im Vorfeld der Zusammenschlussabklärungen vorgestellt wurde und sich auf die drei Pfeiler «Attraktiver Wohnstandort», «Lebenswerte Umwelt und Landschaft» sowie «Lokale Wertschöpfung» abstützt.

Schlussbericht wird erstellt

Die endgültige Version der Vision soll den Schlussbericht zum Projekt BEEH einleiten. Dieser wird in den nächsten Wochen erstellt, basierend auf der Prüfung aller relevanten Themen durch die Facharbeitsgruppen.

Im Workshop von Mitte September diskutieren und bereinigen die acht Arbeitsgruppen den Entwurf zum Schlussbericht, danach werden die Gemeinderäte der Projektgemeinden dazu Stellung nehmen. Am 17. Januar 2019 erfolgt die Präsentation für die Bevölkerung der vier Gemeinden. Diese gemeinsame Informationsveranstaltung wird neu in Effingen und nicht wie bis anhin kommuniziert in Elfingen stattfinden.

Im BEEH-Workshop im Juni wurde eine erste Fassung des mit Spannung erwarteten Finanzberichts präsentiert und beraten. Mittlerweile liegt der überarbeitete Finanzbericht vor und ist via die Projektwebsite www.projekt-beeh.ch öffentlich einsehbar. «Der Finanzbericht», steht in der Medienmitteilung, «gibt gut verständlich Überblick zu dessen Ausgangslage und Auftrag, macht auf Planungsunsicherheiten aufmerksam, umfasst eine Modellrechnung nach einem allfälligen Zusammenschluss von Bözen, Effingen, Elfingen und Hornussen, beleuchtet die Spezialfinanzierung sowie die Eigenwirtschaftsbetriebe und verweist auf die Unterstützungsbeiträge durch den Kanton.» Die Übergangsbeiträge des Kantons im Finanzausgleich werden in den kommenden Jahren wegfallen.

Steuerfuss von 114 Prozent

Aus Erfahrung raten sowohl BEEH-Projektberater Jean-Claude Kleiner als auch Berichtverfasser Christoph Brunner von der Beratungsfirma OBT, den Steuerfuss einer allfällig neuen Gemeinde analog dem tiefsten Steuerfuss der beteiligten Projektgemeinden anzusetzen. Aktuell sind dies 114 Prozent. Christoph Brunner: «Die Steuermindereinnahmen auf Basis eines Steuerfusses von 114 Prozent betragen im Falle eines Zusammenschlusses rund 230 000 Franken. Dagegen beträgt das Spar- und Synergiepotenzial rund 400 000 Franken.»

Für den Finanzfachmann stellt sich insbesondere die Frage, «wie weit es der fusionierten Gemeinde gelingt, den Wegfall der Übergangsbeiträge im Finanzausgleich zu kompensieren». Wesentlich sei, dass das Synergie- und Kosteneinsparungspotenzial konsequent umgesetzt werde. Brunner betont, was auch Projektberater Kleiner immer wieder ausspricht. «Für den Zusammenschluss von Bözen, Effingen, Elfingen und Hornussen können die rein finanziellen Aspekte alleine nicht ausschlaggebend sein.» (mhu)