Brugg
Neumarkt erhält neuen Auftritt – mit 82 Quadratmeter grossem Poster

Leuchtendes Rot und dazu der Slogan «Einkaufen erleben»: Der Neumarkt Brugg erhält einen frischen Auftritt – samt komplett überarbeiteter Website, ansprechender Bildwelt sowie einem rund 82 Quadratmeter grossen Megaposter, das in der Nacht auf Dienstag an der Fassade angebracht worden ist.

Michael Hunziker
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In der Nacht auf Dienstag ist das Megaposter am Neumarkt 1 angebracht worden.

In der Nacht auf Dienstag ist das Megaposter am Neumarkt 1 angebracht worden.

Michael Hunziker

Die Arbeiten seien reibungslos verlaufen, sagt Mirco Fritschi, Inhaber und Geschäftsführer der Vispro AG, Agentur für Web und Werbung aus Brugg, die für den neuen Neumarkt-Auftritt verantwortlich zeichnet. Das erfahrene Montageteam sei deutlich unter dem Zeitplan geblieben und die einseitig gesperrte Strasse habe schnell wieder freigegeben werden können.

Stadttor ist angeschrieben

Fritschi ist nun gespannt auf das Echo. «Wir freuen uns auf positive Feedbacks genauso wie auf Reaktionen kritischer Betrachter.» Dass dieses Megaposter seine Wirkung nicht verfehlen wird, ist er sich sicher. Fussgänger und Zugpassagiere jedenfalls hätten bereits grosse Augen und fleissig Handybilder gemacht. Schön sei natürlich, dass die Mietervereinigung Neumarkt Brugg – als Auftraggeberin – diese Idee unterstützt habe. Die Vispro AG konnte ihre Vorschläge an einer Vorstandssitzung unterbreiten, überzeugte und gewann so ein Mandat, dass rund zehn Jahre von einer anderen Agentur betreut worden war.

Fritschi spricht von einer Imagekampagne für den Neumarkt sowie die ganze Stadt. «Mit dem Megaposter am Neumarkt 1 wollen wir Brugg in den Fokus rücken und zeigen den Stadtnamen daher stolz und riesengross an der Fassade.» Der Neumarkt funktioniere wie ein riesiges Stadttor, hinter dem sich das schöne Brugg verberge, fährt er fort. «Ein Grund mehr, dieses Stadttor gross mit dem Stadtnamen anzuschreiben.»

Ideen sind diverse vorhanden

Fritschi verweist auf die Herausforderungen im Detailhandel, die aktuell überall ähnlich sind: Einkaufstourismus, Digitalisierung und damit verbunden Ladensterben. Die Attraktivität eines Einkaufscenters beziehungsweise einer ganzen Stadt schwinde mit jedem Geschäft, das schliesse. «Der Detailhandel muss Mut beweisen und investieren. Neue Angebote für neue Zielgruppen müssen geschaffen werden und die Bevölkerung muss mehr denn je das Bewusstsein entwickeln, dass ihr Konsumverhalten hauptverantwortlich ist für das weitere Bestehen oder Scheitern des Brugger Detailhandels und des Kleingewerbes», führt er aus. Oder anders ausgedrückt: «Wir wollen mit unserer Kommunikation charmant versuchen zu verdeutlichen, dass das Konsumverhalten jedes Einzelnen elementar ist für das Überleben von Geschäften und damit verbunden für die Attraktivität einer Stadt», sagt Fritschi. «Wir setzen auf klar verständliche Botschaften und versinnbildlichen so die Problematik.»

Beim neuen Logo stehe bewusst das grosse B, als Symbol für Brugg, im Vordergrund, fügt er an. Ideen für das kommende Jahr seien diverse vorhanden. Diese müssten aber noch im Detail ausgearbeitet und auf ihre Machbarkeit geprüft werden.

Selbstverständlich, ergänzt Fritschi, müssten die Geschäfte mitarbeiten. «Der Neuauftritt soll symbolisieren, dass man an die Zukunft glaubt und darin investiert.»