Brugg
Neugierige fischen im Netz nach Akkord

Der Campus Brugg-Windisch ist gebaut, schon steht das nächste Projekt an. Über die Arbeiten am millionenteuren Pflegezentrum am Süssbach in Brugg wird jetzt auch im Internet berichtet

Elisabeth Feller
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Bienenfleissig wird das umfang- und kostenmässig grosse Projekt Akkord in Brugg gebaut.

Bienenfleissig wird das umfang- und kostenmässig grosse Projekt Akkord in Brugg gebaut.

Der Campus Brugg-Windisch ist gebaut – das Projekt Akkord wird gebaut (siehe Box). Selbst wenn dieses nicht die gewaltigen Ausmasse des Campus’, der am
13. September zum Tag der offenen Tür einlädt, erreicht, handelt es sich ebenfalls um einen Brocken.

100 Millionen Franken

100 Millionen Franken kostet das 2019 beendete Projekt Akkord. Auf dem Gelände des Ex-Bezirksspitals Brugg und des heutigen Pflegeheims am Süssbach wird ein neues Pflegeheim gebaut. Konzipiert wurde Akkord vom Wettinger Architekturbüro Fugazza, Steinmann Partner. (AZ)

Das schlägt finanziell zu Buche. Bis 2019 werden folgende Neubauten realisiert: ein Pflegetrakt mit 104 Betten; ein erweitertes, modernes Restaurant; eine Demenzabteilung mit Garten; 85 Alterswohnungen mit Dienstleistungsangebot. Bauherrschaften sind die Stiftung Gesundheit Region Brugg (Pflegezentrum) und der Verein für Alterswohnheime des Bezirks Brugg (Alterswohnungen).

In einer vorgezogenen Bauetappe werden derzeit in den bestehenden Gebäuden Werkstatt, Küche und Wäscherei rundum erneuert. Parallel dazu erfolgt die Realisierung verschiedener Sanierungen als Beitrag zur Schonung der Umwelt.

Bedeutende Investition

«Dieses Projekt zählt mit 100 Millionen Franken zu den derzeit bedeutendsten Investitionen der Region», unterstreicht Hans Bürge, Geschäftsleiter Stiftung Gesundheit Region Brugg. Gerade weil die Dimensionen so riesig sind, ist die Neugier von Heimbewohnern und Anwohnern über die einzelnen Bauschritte und die allenfalls damit verbundenen Einschränkungen gross. Deswegen haben der Stiftungsrat Gesundheit Region Brugg und der Vorstand des Alterszentrums Brugg eine Internetseite geschaffen, die mindestens einmal pro Monat mit aktuellen Meldungen gefüttert wird. Dort ist zu erfahren, was Hans Bürge bekräftigt: «Wir sind sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Arbeiten.» Bürge spricht bloss von einem kleinen Problem: Asbest hinter den Plättchen. «Doch das haben wir behoben – alles läuft nach Plan.» Behelligt mit Reklamationen im Hinblick auf Baulärm wurde Hans Bürge bisher nicht. «Wir hatten nur wenige Anrufer, die sich über Lärm beklagten.» Das könne sich im November ändern, so Bürge. Dann fahren die grossen Baumaschinen auf, denn der Pavillon an der Fröhlichstrasse sowie die beiden Häuser 1 und 3 am Süssbach werden abgebrochen.

Provisorische Parkplätze

Mit dem Abbruch der Liegenschaften und dem Aushub entfallen auf dem Baugelände Parkplätze. Die auf der Baustelle beschäftigten Handwerker sind aber auf zusätzliche Parkplätze angewiesen. Um einer «wilden» Parkiererei in der Nachbarbarschaft einen Riegel zu schieben, wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt und der Regionalpolizei nach Lösungen gesucht.

Als beste Lösung hat sich die Schaffung von provisorischen Parkplätzen im Südwesten des Alterszentrums, mit Zufahrt von der Stäblistrasse, erwiesen. Die Baustelle wird über einen ebenfalls provisorischen Fussweg entlang der Südgrenze des Alterszentrum Bruggareals erreicht. Dieser Tage wird bei der Abteilung Planung und Bau der Stadt Brugg ein entsprechendes Baugesuch eingereicht. Bei diesem Vorhaben handelt es sich um ein Provisorium für die ca. zwei bis drei Jahre dauernden Bauarbeiten im Osten der Fröhlichstrasse. Später werden die Parkplätze und der Fussweg wieder entfernt.

www.akkord-brugg.ch