Neues Zentrum
Neues Zentrum für die 800-Jahr-Feier

Die Bauarbeiten laufen seit dieser Woche, offizieller Spatenstich war am Donnerstagabend.

Florian Müller
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Wenn sich der Aare-Nebel dieser Tage in Auenstein auflöst, erblicken die Anwohner im Dorfzentrum das Leuchten einer grell orangen Implenia-Veste. Die Präsenz von Polier Ekrem Aliu und auch die signalisierte Umleitung verraten: Die Bauarbeiten im Dorfzentrum von Auenstein laufen seit Wochenbeginn.

Aliu hat bisher positive Reaktionen von den Baustellen-Anwohnern erhalten: «Die erste Frage der Bevölkerung ist eigentlich immer, ob man zum Haus hinfahren könne oder nicht. Dann haben wir aber auch oft erklärt, wieso wir was machen.»

Spatenstich beim «Wöschhüsli»

Letzte Fragen konnten beim offiziellen Spatenstich am Donnerstagabend geklärt werden, an dem sich Gemeindebehörden, Bau- und Projektverantwortliche sowie die betroffenen Anwohner versammelten. Passenderweise traf man sich im ehemaligen «Wöschhüsli», das momentan ebenfalls renoviert wird. Der fertige Unterstand neben dem zukünftigen Dorfplatz soll sich zu einem Treffpunkt für Jung und Alt entwickeln.

Die Neugestaltung der Hauptstrasse im Dorfzentrum sieht die Verengung der Fahrbahn zugunsten eines talseitig angelegten Gehweges vor. Der jetzige Volg-Parkplatz soll als «Ort der Begegnung» zum neuen Dorfplatz aufgewertet werden. Zusätzlich werden im Zuge der Bauarbeiten auch die Werkleitungen saniert.

Insgesamt werden für die 653 Meter Strassenlänge 4000 Kubikmeter Material ausgehoben, was etwa 700 Lastwagenladungen entspricht. Ausserdem werden gut 33000 Steine am Strassenrand verlegt.

Verständnis ist gefragt

Vizeammann Hans Hochstrasser bat erneut um Verständnis für die Unannehmlichkeiten: «Lärm, teilweise gesperrte Hauszufahrten und Wasserunterbrüche werden die Anwohner beeinträchtigen.» Im Sinne einer Investition für die Zukunft lohnt sich aber das aufgebrachte Verständnis.

Die Baustelle erfordert eine Vollsperrung der Hauptstrasse. Der Verkehr wird durch den Schwyzergraben umgeleitet. «Die Autos rasen mit 70 km/h durch unsere Quartierstrasse. Es hat Kinder im Quartier und die Garagenausfahrten sind sehr eng», sagen die beiden Anwohnerinnen Marlis Zürcher und Margrit Schmid. Sie wollen reagieren, bevor ein Unfall passiert. Die Behörden klären nun verkehrsberuhigende Massnahmen ab. Für den Postautoverkehr wurde bereits eine provisorische Haltestelle im Bereich Hueb/Rütigasse eingerichtet.

Der Zeitplan ist eng: Verläuft alles nach Plan, und dies entscheidet auch das Wetter im Winter, soll Polier Aliu bis im September 2011 regelmässig im Dorf zu sehen sein.

Auenstein wäre dann «schön herausgeputzt» für das 800-Jahr-Dorfjubiläum 2012. Die ersten Feierlichkeiten sind nämlich bereits für den Jahreswechsel 2011/2012 geplant.