Der erste Streich der Genossenschaft Altstadt Brugg: Mit viel Aufwand und Herzblut ist die stattliche Liegenschaft Hauptstrasse 66 auf Vordermann gebracht worden.

Gelungen sei die Renovation des Wohn- und Geschäftshauses dank der Mithilfe vieler Beteiligter – vom Handwerker über den Architekten bis zu den Behörden – sowie durch das finanzielle Engagement von Altstadtbewohnern und Gewerbetreibenden, hält die Genossenschaft fest.

Am Samstag 22. März ist Tag der offenen Tür. Es besteht die Gelegenheit, sich vom Resultat zu überzeugen.

Glücksfall für Genossenschaft

Das Gebäude an dieser Lage sei ein Glücksfall für die Genossenschaft, sagte Vizepräsident Samuel Flükiger an einer Medienorientierung. 2012 habe das markante Eckhaus zu fairen Konditionen übernommen werden können. Es verfüge über zwar eine gewisse Baukultur, trotzdem sei Sanierungsbedarf vorhanden gewesen. Die Genossenschaft habe etwas bewirken können.

Viel Geld, so Flükiger, sei in das äussere Erscheinungsbild investiert worden. Gut zu sehen sind die Fensterläden, die – durch die Unterstützung durch die Stadt – auf der Seite gegen den Schwarzen Turm angebracht wurden.

Im Innern sind die Wohnungen im ersten und zweiten Stock renoviert worden. «Die schönen, hellen und grosszügigen Räumlichkeiten konnten aufgewertet werden», stellte Flükiger fest.

Eingriffe in bewohntem Haus

Laut Architekt Peter Schmidlin vom Brugger Architekturbüro Herrigel Schmidlin blieb die Seele des Hauses erhalten. Er erwähnte drei Eingriffe: Neben der Fassade inklusive Dach sowie den Wohnungen und dem Treppenhaus seien die elektrischen und sanitären Installationen erneuert worden. Kein ganz einfaches Unterfangen in einem bewohnten Haus. Von den Mietern sei ein gewisses Entgegenkommen gefragt gewesen. Aber: Zwischen den beteiligten Parteien habe ein gutes Einvernehmen geherrscht, sagte Schmidlin.

Nicht zuletzt angepasst wurde auch die Lüftung: Neu wird die Abluft aus dem Barbetrieb im Erdgeschoss über das Dach abgeführt. Kosten wird die Sanierung übrigens alles in allem rund 770 000 Franken. Die Finanzierung setzt sich zusammen aus Förderdarlehen des Bundes, Unterstützungsdarlehen der Bevölkerung sowie Eigenmitteln in Form von Genossenschaftsanteilen.

Ziel der Genossenschaft (separater Text) bleibe es, einen positiven Beitrag zu leisten an die Entwicklung der Altstadt, sagte Präsident Max Kuhn. Anders gesagt: Auch in Zukunft sollen gezielt geeignete Liegenschaften in der Altstadt übernommen und einer adäquaten Nutzung zugeführt werden. Zudem müssten neue Mitglieder gewonnen werden.