Brugg
Neues Geschäft: Mit Blumen will Ahmed Azeem Freude bereiten

Im ehemaligen Hobbyatelier im Stadtzentrum Brugg verkauft jetzt der Pakistani Ahmed Azeem Blumen. Doch das soll erst der Anfang sein.

Janine Müller
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Ahmed Azeem in seinem Blumenladen. Er setzt auf seine offene, herzliche Art, den Menschen zu begegnen.

Ahmed Azeem in seinem Blumenladen. Er setzt auf seine offene, herzliche Art, den Menschen zu begegnen.

Janine Müller (jam)

Zuvorkommend hilft Ahmed Azeem der Kundin, die Blumen in der Stofftasche zu verstauen. Dann eilt er zur Tür, hält sie der Frau offen, verabschiedet sich freundlich. Sein Blumengeschäft will er künftig – passend zu den Rosen – «Bachelor» nennen.

Knapp ein Jahr stand der Laden des ehemaligen Hobbyateliers – neben dem Uhren- und Schmuckgeschäft Hinteregger – im Stadtzentrum von Brugg leer. Jetzt hat Ahmed Azeem dem Lokal neues Leben eingehaucht.

Der Pakistani begeistert sich für Blumen und will diese Freude weitergeben. Er hat sich bewusst für ein Lokal in Brugg entschieden. Weil er die Stadt mag und 2002 hier eine Heimat gefunden hat. Bis anhin war er als Aushilfe im Gastrogewerbe tätig. Jetzt freue er sich auf die neue Aufgabe, sagt er in gebrochenem, aber dennoch verständlichem Deutsch.

Zu Beginn will der Blumenhändler auf tiefe Preise setzen. Sein Ziel ist es, 70 Prozent der Ware für 2 Franken zu verkaufen, so, wie es in Deutschland 1-Euro-Läden gibt. Die restlichen 30 Prozent sind teurer.

«Ich möchte damit erreichen, dass die Menschen auf den Laden aufmerksam werden und dann sehen, was ich sonst noch anbiete.» Läuft das Geschäft im ersten Jahr gut, will Ahmed Azeem die Blumen in den ersten Stock zügeln und im Erdgeschoss einen Halal-Einkaufsladen – also einen Laden für muslimische Bedürfnisse – eröffnen.

Der Pakistani ist überzeugt, dass er mit dem Standort mit guten Parkierungsmöglichkeiten direkt an der Hauptstrasse 4 vor allem auch Laufkundschaft gewinnen kann. Zudem setzt er auf seine offene, herzliche Art.

«Wenn ich den Menschen mit Respekt begegne, respektieren sie auch mich», ist er überzeugt. Nächste Woche soll die Werbung des Immobilienhändlers, die noch immer an der Scheibe klebt, entfernt werden. Dann kann Ahmed Azeem so richtig loslegen.