Windisch

Neuer Standort für Pumpwerk – und teurer als geplant

Geplant ist das Stufenpumpwerk im südwestlichen Bereich der Lagerstrasse. zvg

Geplant ist das Stufenpumpwerk im südwestlichen Bereich der Lagerstrasse. zvg

Das geplante neue Stufenpumpwerk Reutenen in Windisch kommt teurer zu stehen als ursprünglich angenommen.

Der Windischer Einwohnerrat entscheidet über einen Zusatzkredit von 152 000 Franken für den Bau des neuen Stufenpumpwerks Reutenen sowie einen Kredit von 12 000 Franken für den Landkauf.

Rückblick: Im Oktober vor zwei Jahren genehmigte der Einwohnerrat 826 000 Franken für den Neubau des Stufenpumpwerks Reutenen. Die Wasserlieferungsverträge konnten 2017 unterzeichnet werden. Der Gemeinderat ging ebenfalls davon aus, mit einem privaten Eigentümer sowie einer genossenschaftlich organisierten Inhaberschaft einen Baurechtsvertrag abschliessen zu können. «Beide involvierten Parteien hatten dies mündlich zugesagt.» Die Vertreter der Genossenschaft allerdings hätten in weiteren Verhandlungsrunden den Gemeinderat mit zusätzlichen, überzogenen Forderungen überrascht, die schliesslich zum Abbruch der Verhandlungen führten.

Weil nach wie vor Handlungsspielraum besteht, wurden in der Folge geeignete neue Standorte geprüft. Geplant ist das neue Stufenpumpwerk Reutenen nun auf der Parzelle der SBB im südwestlichen Bereich der Lagerstrasse. Mit den SBB habe sich die Wasserversorgung Windisch auf den Kaufvertrag für den Landerwerb einigen können, so die Behörde. Die Inbetriebnahme ist für das dritte Quartal 2019 vorgesehen.

Ebenfalls zur Diskussion stehen im Einwohnerrat Kredite von insgesamt 2,11 Mio. Franken für die Erneuerung der Reutenenstrasse. Diese ist gemäss Gemeinderat in einem schlechten Zustand. «Dies betrifft insbesondere den Abschnitt von der Kreuzung Lagerstrasse bis zur Kreuzung Wiesenweg.» Die Behörde weist darauf hin, dass die Reutenenstrasse nebst den Anwohnern auch durch den Werkverkehr der Brugg Kabel AG befahren wird. «Diese Nutzung wird in der Planung berücksichtigt.» Im südlichen Abschnitt ist ein stärkerer Belag vorgesehen. Die Strassenbreite von 6 Metern und die Trottoirbreite von 2 Metern wird laut Botschaft auf der ganzen Länge durchgezogen. Weil der Zustand des Strassenkoffers nicht bekannt ist, ist im Projekt ein Kofferersatz geplant. Die bestehende Signalisation wird nicht verändert und die aktuellen Markierungen werden nach der Bauausführung wieder hergestellt. Ersetzt werden die alten Kanalisations-, Wasser- und Elektroleitungen. Ausgeführt werden sollen die Arbeiten in Etappen, während denen die jeweiligen Bauabschnitte für den Verkehr gesperrt sind.

Verlaufen die Vorarbeiten planmässig, ist der Baubeginn im Jahr 2019 vorgesehen, hält der Gemeinderat fest und fügt an, dass «aufgrund der Dringlichkeit der Erneuerung der Werkleitungen» dieses Projekt der Erneuerung Dorfstrasse vorgezogen werde. Diese werde erst 2020 ausgeführt.

Einwohnerrat: Mittwoch, 24. Oktober, 31. Oktober und 7. November, jeweils 19 Uhr, Gemeindesaal, Gemeindehaus 8. Stock.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1