Brugg
Neuer Saal lässt Stäbli-Bilder in neuem Licht erstrahlen

Der neugestaltete Stäblisaal erhält anlässlich der Wiedereröffnung viel Lob. Die Besucher, darunter auch Stadtammann Daniel Moser, zeigten sich beeindruckt von der geleisteten Arbeit. Finanziert wurde die Renovation von den Ortsbürgern.

Edgar Zimmermann
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Museumskommissionspräsidentin Brigitte Süess Gremminger dankte den Ortsbürgern für die Finanzierung der Neugestaltung.

Museumskommissionspräsidentin Brigitte Süess Gremminger dankte den Ortsbürgern für die Finanzierung der Neugestaltung.

Edgar Zimmermann

Gross war der Aufmarsch der Besucher bei der Präsentation des gründlich renovierten Stäblistüblis, das neu offiziell Stäblisaal genannt wird. Die Neugestaltung fand auf Anhieb grossen Anklang, ja stiess sogar auf Begeisterung. Das kam nicht von ungefähr. Stadtammann Daniel Moser meinte denn auch beeindruckt: «Es haut einen um bei der Leistung, die da erbracht worden ist.» Ein grösseres Team habe sich ins Zeug gelegt, um dieses «Idealistenmuseum» zu schaffen.

Den Dank der Stadt könne er aber nur mit einer kleinen Geste zum Ausdruck bringen: Er übergebe in Anspielung an den Maler Stäbli jedem Beteiligten ein Schoggistäbli... Damit beschenkte er die Museumskommission mit Präsidentin Brigitte Süess Gremminger, Trix Roth, Felix Müller, Andreas Graf (zuständig auch für das beauftragte Architekturbüro Liechti Graf Zumsteg) und Heiko Dobler, dann die Kuratorin des Stadtmuseums, Karoliina Elmer, im weitern Thomas Perronet, Anke Olmes, Lukas Huppenbauer, Thomas Schmutz und Fritz Senn.

Kleinmuseen als Kunstvermittler

Einige Gemälde aus der Sammlung der Brugger Ortsbürger waren Anfang 2015 auch im Aargauer Kunsthaus, im Rahmen der Ausstellung «Adolf Stäbli. Meine Malerei ist Erlebnis, nicht Erfindung», zu sehen. Thomas Schmutz war als Kurator für diese erfolgreich verlaufene Ausstellung zuständig. Er gab seiner Freude Ausdruck, dass Stäbli als wichtiger Maler mit dieser Wiedereröffnung des Brugger Stäblisaales erneut stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung rücke. Grössere Museen im Land widmen sich der globalen Kunst und Kunstgeschichte.

Ebenso wichtig aber seien die kleineren, in ihrer Region verwurzelten Museen. «Sie üben eine wichtige Funktion aus, ermöglichen den Zugang zur Kunst, den ersten Kontakt, tragen aber auch zur Identität einer Region bei. Was hier entstanden ist, wie sich die Stadt hier engagiert, ist grossartig!» Dank der Neugestaltung des Raumes seien beste Voraussetzungen gegeben, dass der Besucher in jedes Bild «einsinken» kann.

Malerisches Crescendo

Karoliina Elmer dankte insbesondere auch den Architekten für ihren Einsatz. Waren die Wände früher in Weiss gehalten, sind sie nun dunkelblau gestrichen, was die Bilder, unterstützt von der ausgewogenen Beleuchtung, optimal zur Geltung kommen lässt. Die Gemälde sind so angeordnet, dass sie sich wie zu einem malerischen Crescendo steigern.

Auch zwei andere Maler fanden Aufnahme: Otto Frölicher mit den Bildern «Haslital» und «Flussufer», sowie Rudolf Koller mit «Rind auf der Weide». Koller ist zudem, neben Glantschnigg, mit einem Bildnis Adolf Stäblis vertreten.

Brigitte Süess richtete besondere Dankesworte an die Ortsbürger, welche die Finanzierung der Renovation übernahmen, an Karoliina Elmer, welche eine souveräne Arbeit bei der Inszenierung geleistet habe, und an die Effingerhof AG für die Übernahme der Druckkosten des hervorragenden neuen Museumsführers, der auf Leben und Werk des Künstlers eingeht und die 33 ausgestellten Werke wiedergibt.

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