Brugg ist um eine Freizeitattraktion reicher. Der Pumptrack ist zum Befahren freigegeben. Am Donnerstagabend fuhren Mitglieder des Vereins «BikeAttrAktiv» die ersten Runden auf den asphaltierten Wellen. Ein unglaublich gutes Gefühl für jene, die in den letzten mindestens zwei Jahren viel Energie für die Realisierung des Projekts investiert haben.

Es wurde ihnen alles andere als einfach gemacht. Mehrmals standen die Biker davor, das Projekt sausen zu lassen. Sie begannen zu zweifeln, ob Brugg der richtige Standort ist. Immer wieder wurden ihnen kleine und grössere Steine in den Weg gelegt. Immer mehr Vorschriften mussten sie einhalten. Es gipfelt darin, dass der Verein für die Abfallentsorgung auf dem Pumptrack-Areal zuständig ist, obwohl es öffentlicher Grund ist und der Schachen, wo das Bauamt der Stadt Brugg regelmässig Abfallkübel leert, in unmittelbarer Nähe ist. Klar, ein- bis zweimal pro Woche den Abfallkübel leeren kostet den Verein weder wahnsinnig viel Zeit noch Geld. Aber es ist die Summe solcher Vorschriften, die jene, die etwas bewegen und frischen Wind in die Stadt bringen wollen, zermürben kann.

Zum Glück liess sich der Verein «BikeAttrAktiv» nicht beirren. Und zum Glück erhielt er viel Rückhalt und Unterstützung aus der Bevölkerung und vor allem auch vom regionalen Kleingewerbe. Allen Widrigkeiten zum Trotz wurde das Projekt vorwärtsgetrieben. Es lohnt sich also, dranzubleiben, für seine Ideen einzustehen und durchzubeissen. Das gibt hoffentlich anderen Mut, eigene Projekte in Brugg zu lancieren.