Brugg

Neuer Entsorgungsrhythmus: Vereinzelt stehen Abfallsäcke noch am falschen Tag bereit

Reto Wettstein (r.) und Sandro Graf hängen das erste Informationsplakat auf.

Reto Wettstein (r.) und Sandro Graf hängen das erste Informationsplakat auf.

Die Stadt Brugg weist mit Informationsplakaten auf den geänderten Entsorgungsrhythmus hin. Vereinzelt falsch deponierte Abfallsäcke sorgen für grossen Mehraufwand.

Statt zwei- nur noch einmal wird die Kehrichtabfuhr durchgeführt in Brugg seit diesem Jahr. Nach einigen Unsicherheiten zu Beginn ist die Umstellung des Entsorgungsrhythmus gut angekommen in der Bevölkerung, werden die öffentlichen Container rege genutzt, lautet das Fazit von Stadtrat Reto Wettstein. «Zu 80 bis 90 Prozent funktioniert es.»

Aber: In einigen Punkten bestehe Handlungsbedarf. Präsentiert hat Wettstein die deshalb vorgesehenen Verbesserungsmassnahmen an einem Medientermin zusammen mit Sandro Graf von der Entsorgungsfirma Voegtlin-Meyer, Roger Brogli, Leiter Werkdienst sowie Livia Stebler, Projektleiterin Umwelt und Energie bei der Stadt.

Der Werkdienst muss aufräumen

Herausgestellt hat sich, dass bei grösseren Überbauungen zu wenig Container zur Verfügung stehen, dass der Abfall vereinzelt in falschen Säcken bereitgestellt wird – oder an falschen Tagen. In letzterem Fall liegt das Problem darin, dass Tiere die Säcke dann aufreissen und den Abfall auf der Strasse zerstreuen. Für das Aufräumen müsse der Werkdienst einen grossen Aufwand betreiben, bestätigte Roger Brogli.

Der Stadtrat hat sich für zusätzliche Massnahmen kommunikativer Art entschieden. Konkret: Nochmals auf das neue Abfallregime hingewiesen wird die Bevölkerung mit Informationsplakaten. 50 wetterfeste und mehrfach einsetzbare Exemplare sind angefertigt worden, die dann für jeweils einige Tage an den Sammelstellen aufgehängt werden. «Wir hoffen, so die gewünschte Verbesserung erzielen zu können», sagte Wettstein.

Das Thema Abfall wird weiterhin beschäftigen

Die Überbauungen, in denen die Container teilweise überquellen, werden direkt durch die Entsorgungsfirma Voegtlin-Meyer kontaktiert. Das Unternehmen habe ebenfalls eine Container-Aktion lanciert, sagte Sandro Graf. Auch er ist überzeugt, dass die Plakate das richtige Mittel sind, um auf das korrekte Verhalten aufmerksam zu machen.

Das Thema Abfall wird weiter beschäftigen in der Stadt. Denn für die öffentlichen Entsorgungsplätze wird ein Konzept für Unterflursammelstellen ausgearbeitet. Ins Budget 2021 soll für das Projekt ein Betrag von 100'000 Franken aufgenommen werden. Entscheiden über das Geschäft wird dann der Einwohnerrat.

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Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

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