Region Brugg
Neuer Besucherrekord am 3. slowUp – der Wind weht einige Schilder um

Am 3. «slowUp»der Region Brugg erkundeten 25000 Personen die autofreie Strecke per Rad oder Skates – so viele wie noch nie.

Irene Hung-König
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Wer Gluscht auf Crepes hat, wird in Hausen fündig
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Von Mülligen nach Lupfig hinauf brauchts starke Wädli und eine gute Kondition
Radeln macht hungrig und durstig
Rassig gehts vom Tannhübel hinunter nach Hausen
Familien mit Veloanhänger ziehen am Windischer Dägerli vorbei
Sightseeing mit Fahrtwind im Haar – autofreie Strassen machens möglich
Heiss begehrt sind die Raclettebrote der Damenriege Hausen
Das ist slowUp Gemütlich und bei besten Bedingungen velofahren
Dieser Knabe fordert im Brugger Geissenschachen die Sonne heraus und versucht exakt dieselbe Leistung eines Solarpanels zu liefern
Auf los gehts los, morgens um 10 Uhr im Brugger Geissenschachen

Wer Gluscht auf Crepes hat, wird in Hausen fündig

Aargauer Zeitung

Der «slowUp» hat sich als Fixpunkt in der Familienagenda verankert: Immer am letzten Sonntag vor dem Start ins neue Schuljahr schwingen sich Mamis und Papis mit ihren Kindern auf die Fahrräder und absolvieren den rund 33 Kilometer langen, autofreien Rundkurs. Die kleinsten Kinder werden im Anhänger mitgenommen, manch eines schläft auch mal ein.

Die mobileren Kleinkinder fahren einen Teil der Strecke mit dem Lauf- oder Dreirad, während die Eltern den Nachwuchs auf Inlineskates begleiten. Bei Steigungen, wie etwa von Mülligen nach Lupfig oder von Lupfig nach Scherz, werden die Kinder angefeuert: «Komm, du schaffst das. Nur noch wenige Meter und dann sind wir oben», hört man mehr als einmal. Sich gegenseitig unterstützen und sich für einen Sonntag ohne Autos in der Natur zu bewegen, das macht wohl den Reiz und Erfolg des «slowUp» aus.

Egal ob auf Velos, Inlineskates oder zu Fuss – die Leute geniessen es, die Nase im Fahrtwind zu haben und so die Region zu erkunden. Ebenso sind die Festplätze mit ihren Wettbewerben und Spielen bei Kindern wie bei Erwachsenen hoch im Kurs. Die Route führte bei besten Bedingungen vom Brugger Geissenschachen via Königsfelden, Windisch, Mülligen, durchs Birrfeld nach Lupfig, Scherz, Hausen und dann entlang des Habsburgerwaldes zurück nach Brugg. Nach der Überquerung der Aare ging es bei Villnachern, via Umiken, Riniken, Rüfenach und Lauffohr zurück nach Brugg.

Eine begeisterte Projektleiterin

«Es war sensationell, einmal mehr», sagte Verena Rohrer, Projektleiterin «slowUp BruggRegio», nach dem gelungenen Grossanlass. Dieses Jahr nahmen 25'000 Menschen teil, letztes Jahr waren es 22'000. Zwischendurch habe man mit dem auffrischenden, starken Wind zu kämpfen gehabt, als es einige Schilder umwehte. Kleinere Unfälle wie eine Ellbogen- oder Schulterverletzung habe es gegeben, absolut im normalen Bereich. «Auch die Organisation verlief beim dritten Mal auf höchstem Niveau», erklärte Verena Rohrer. Sie sprach damit allen involvierten Stellen, Vereinen und Organisationskomitees der verschiedenen Gemeinden ein Kompliment aus.

Mehrere Neuerungen

Zum ersten Mal fand der «slowUp» unter dem Motto «slowAppetit» statt: Die turnenden Vereine Scherz, Heuhof Scherz, Verein Umsetzer&, Güggeli Sternen und Crazy5.ch, Riniken und Brugg boten auf ihren Festplätzen regional und saisonal ausgewogene Gerichte wie Salatteller, Gemüsepfanne oder Poulet-Knebelspiesse an. Bei «Challenge the sun» der Stiftung «Science et Cité» im Geissenschachen konnte man die Sonne herausfordern. Mittels modifiziertem Velo galt es, möglichst genau die Leistung eines Solarpanels zu liefern. Als Hauptpreis lockte ein 1600 Franken teurer Velo-Gutschein.