Die Brugg Kabel AG trennt sich vom Geschäftsbereich Fiberoptik. Übernommen wird dieser ab 1. April von der neu gegründeten Firma Solifos AG. Der Produktions- und Vertriebsstandort Windisch bleibt bestehen, die 40 Mitarbeitenden werden alle weiterbeschäftigt, führt die Brugg Kabel AG in einer Medienmitteilung aus. Und: «Diese Situation schafft die Basis, dass sich zwei unabhängige Unternehmen noch besser in ihrer Kernkompetenz im jeweiligen Wettbewerbsumfeld positionieren können.»

Fiberoptik-Lösungen – also Glasfaser-Kabelsysteme – kommen in modernen Netzwerken zum Einsatz bei der Telekommunikation oder Datenübertragung. Mit den steigenden Anforderungen sei die Entwicklung rasant, gewinne dieser Geschäftsbereich mehr und mehr an Bedeutung, heisst es in der Medienmitteilung.

Damit sich die Brugg Kabel AG zukünftig auf ihr Kerngeschäft im Energiekabelmarkt konzentrieren kann, wurde beschlossen, sich vom fiberoptischen Bereich zu trennen. Durch die Fokussierung auf Kabel, Zubehör und Systemlösungen zur Energieübertragung und Energieverteilung sowie industrielle Systemlösungen werde das Unternehmen die erreichte Marktstellung weiter behaupten und ausbauen, präzisiert Doris Haller, Leiterin Marketing und Kommunikation bei Brugg Cables.

Das Wissen bleibt erhalten

Als ein Anbieter der ersten Stunde – und als einer der führenden Innovatoren – könne auf der anderen Seite das umfassende Wissen aus dem fiberoptischen Bereich der Solifos AG übertragen werden. «Durch diese Firmenneugründung erhält der zukunftsgerichtete Geschäftsbereich eine neue Präsenz auf dem Markt», so die Brugg Kabel AG.

Doris Haller spricht von einem wettbewerbsfähigen Marktteilnehmer. Der Geschäftsbereich Fiberoptik sei, erklärt sie, seit über 20 Jahren innerhalb der Brugg Kabel AG aufgebaut worden. Der Entscheid zur Verselbstständigung habe der Verwaltungsrat der Gruppe Brugg Anfang 2017 getroffen.

Kurz: Die Basis der neuen Firma Solifos AG bilden das «weltweit bewährte» Produktportfolio von Brugg Kabel AG zusammen mit den langjährigen Kundenbeziehungen sowie den erfahrenen Mitarbeitern.

Die Mitarbeiter haben Vertrauen

Diese hätten übrigens, fügt Doris Haller an, mit ihrem Wechsel zur Solifos AG allesamt ihr Vertrauen bekundet in die neu gegründete Firma. «Da die Ansprechpartner dieselben bleiben sind wir überzeugt, dass unsere Kunden weiterhin auf einen zuverlässigen Partner setzten können», fährt sie fort. Anders gesagt: Die Kontinuität sei gewährleistet, laufende Aufträge und Geschäftsverbindungen würden von der Solifos AG «in gewohnter Qualität und Zuverlässigkeit» ohne Unterbruch weitergeführt. Der bisherige Bereichsleiter André Zengaffinen wird neuer CEO und Delegierter des Verwaltungsrats der Solifos AG. Verwaltungsratspräsident ist Jouni Heinonen.

Durch die Verselbstständigung könne sich die Solifos AG zudem noch spezifischer um optimale Lösungen für die Kunden kümmern – sowohl bei der Planung wie bei der Umsetzung, ergänzt Doris Haller. Sie ist sich sicher: Als Schweizer Hersteller mit einem Ruf für qualitativ hochwertige Produkte werde sich die neue Firma als Partner für anspruchsvolle Glasfaseranwendungen positionieren können.

Es begann 1896

Die Kabelfabrik in Brugg wurde 1896 mit 16 Mitarbeitern eröffnet. In der Folge entwickelte sich die Brugg Kabel AG, die unter dem Namen Brugg Cables auftritt, zu einem führenden Kabelhersteller der Schweiz. Den Kunden wird das gesamte Produktsortiment zur Energieversorgung geboten.

Zu den Geschäftsbereichen der Gruppe Brugg gehören heute nicht nur Kabelsysteme, sondern auch Seiltechnik, Rohrsysteme, Prozessleittechnik sowie Immobilien. Das Unternehmen beschäftigt aktuell weltweit rund 2000 Mitarbeitende, davon 520 innerhalb von Brugg Cables.