Riniken
Neuer Anlauf für Tempo 30 auf Quartierstrassen

Die Initiative «Tempo 30 auf Quartierstrassen» ist zustande gekommen. Am Dienstagabend sind die Unterschriften dem Gemeinderat übergeben worden.

Louis Probst
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«Wir haben beim Sammeln der Unterschriften feststellen können, dass wir eine sehr grosse Unterstützung haben», sagte Brigitte Fässli vom Initiativkomitee bei der Übergabe der Unterschriften an Gemeindeschreiber Jörg Hunn. «Diese grosse Unterstützung haben wir von vielen jungen Familien, aber auch von Einwohnerinnen und Einwohnern erfahren können, die seit langem in Riniken wohnhaft sind.»

Komfortables Ergebnis

Diese Unterstützung findet ihren Ausdruck auch in der Zahl der Unterschriften, die auf die Bögen gesetzt worden sind. «Die Initiative ist von 202 Personen unterschrieben worden», sagt Brigitte Fässli. «Für das Zustandekommen sind jedoch bloss 100 Unterschriften erforderlich.»

Mit dem Initiativbegehren wird der Gemeinderat beauftragt, das Projekt «Tempo 30 auf Quartierstrassen» wieder zu reaktivieren und der nächsten Gemeindeversammlung einen Projektierungskredit oder eventuell gleich einen Ausführungskredit zu unterbreiten. «Unser Anliegen ist es vor allem, den immer häufiger werdenden Durchgangsverkehr, der unsere Quartierstrassen als Abkürzung benutzt, aus den Wohngebieten fernzuhalten», stellt das Initiativkomitee fest. «Die meisten Anwohner sind sich der Gefahren bewusst, passen bereits das Tempo an und nehmen Rücksicht auf Mensch und Tier. Das Komitee möchte mehr Sicherheit für Jung und Alt und noch mehr Lebensqualität für unser Dorf.»

Alte Forderung neu erhoben

Mit der Initiative «Tempo 30 auf Quartierstrassen» wird eine alte Forderung neu erhoben. «Aufgrund einer Petition war der Gemeinderat bereits vor Jahren aktiv geworden», sagte Gemeindeschreiber Jörg Hunn. An der Gemeindeversammlung 2004 wurde aber ein Kredit von 75000 Franken für die Planung und Einführung von Tempo 30 mit 45 gegen 44 Stimmen abgelehnt. Gegen diesen Beschluss wurde das Referendum ergriffen. In der Abstimmung wurde das Referendum jedoch mit 303 gegen 234 Stimmen abgelehnt.

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