Neues Kapitel beim Thema Starkstromleitung in Riniken: In den nächsten Wochen wird die Linienführung der im Boden zu verlegenden Kabelleitung sowie der Freileitung abgesteckt. Gleichzeitig werden – im Bereich der Teilverkabelungsstrecke – die Feldarbeiten für den Umweltverträglichkeitsbericht durchgeführt. Hierzu sind Geländeaufnahmen und Vermessungsarbeiten notwendig.

Anders gesagt: Die von der Leitungsführung möglicherweise direkt oder indirekt betroffenen Grundstücke müssen gemäss Mitteilungsblatt der Gemeinde Riniken jeweils kurzzeitig betreten werden. Die Grundeigentümer sind im März über die Pläne informiert worden.

Als Eigentümerin des Schweizer Übertragungsnetzes hält die Swissgrid AG fest, dass die Linienführung der Stromleitung noch nicht im Detail bekannt ist. Sie sei momentan Gegenstand von Gesprächen mit dem Kanton und den Gemeinden. Im Hinblick auf die Realisierung, so betont die Swissgrid AG, werden die Belange des Bodenschutzes und der umweltverträglichen Bauweise bereits im Plangenehmigungsprojekt ausgearbeitet.

Die Bevölkerung soll an einem Informationsanlass umfassend über das Vorhaben ins Bild gesetzt werden. Den Termin will die Swissgrid AG in den nächsten Wochen bekannt geben. Die Planeingabe beim Bundesamt für Energie (BFE) ist für Ende September dieses Jahres vorgesehen. Anschliessend wird das Projekt in den Gemeinden öffentlich aufgelegt.

Der Hintergrund: Das Projekt «Beznau-Birr» ist Bestandteil der Leitung Beznau-Mettlen, die gemäss Swissgrid AG einen Engpass im bestehenden Übertragungsnetz darstellt. Nach Veröffentlichung der Energiestrategie 2050 des Bundesrates, so die Swissgrid AG weiter, seien Berechnungen zu den Auswirkungen auf das Netz vorgenommen worden, die derzeit im Rahmen der «Netzplanung 2035» weiter vertieft würden. «Die bisherigen Abklärungen zeigen, dass sich die bestehenden Engpässe unabhängig vom gewählten Szenario weiter verschärfen werden.»

Die Swissgrid AG in Frick hat die Axpo Power AG, Baden, mit den Planungsarbeiten für das Projekt «Beznau-Birr» beauftragt. Für die Gemeinde Riniken steht die vom Bundesgericht verlangte Teilverkabelung im Gebiet Gäbihübel (Neuquartier) im Zentrum.

Rückblick: Der Bau der Hochspannungsleitung ist seit Ende der 1980er-Jahre ein Thema. Nach einem langem Kampf stellte sich das Bundesgericht 2011 schliesslich auf den Standpunkt, dass im Falle von Riniken die Vorteile einer Teilverkabelung überwiegen würden.