Brugg
Neue Unterführung beim Brugger Bahnhof: Jetzt heissts «Ab durch die Mitte!»

Nach einer langen Vorgeschichte ist die Personenunterführung «Mitte» beim Bahnhof Brugg am Montag im Beisein von vielen Gästen eröffnet worden. Zur Verfügung steht neu ein 5 Meter breiter und 31 Meter langer Durchgang zum Busterminal Süd.

Michael Hunziker
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Der neue Aufgang führt direkt auf den offenen Platz neben dem Busterminal Süd
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Der neue Durchgang beim Brugger Bahnhof ist offen
Bei den vielen Gästen ist die Freude gross über den neuen Durchgang
Neue Unterführung beim Brugger Bahnhof: Jetzt heissts «Ab durch die Mitte!»
Bruggs Vizeammann Andrea Metzler ist bester Laune

Der neue Aufgang führt direkt auf den offenen Platz neben dem Busterminal Süd

Michael Hunziker

«Der Personenunterführung Mitte kommt eine besondere Bedeutung zu», hat Bruggs Vizeammann Andrea Metzler freudestrahlend festgehalten. Im Beisein von zahlreichen Gästen – unter ihnen Vertreter von Behörden sowie Planungs- und Baufirmen – ist der knallrote Vorhang am Montag zurückgezogen und das Bauwerk damit eröffnet worden. Mit anderen Worten: Am Bahnhof Brugg steht jetzt ein durchgehender, 5 Meter breiter Durchgang zum Busterminal Süd zur Verfügung.

Die Personenunterführung Mitte ermögliche neben der erleichterten Verbindung zwischen Brugg und Windisch eine verbesserte Anbindung des Entwicklungsgebiets südlich des Bahnhofs, fuhr Andrea Metzler fort. Ebenfalls werde das geplante Baufeld F der SBB ideal erschlossen, weitere städtebauliche Entwicklungen würden erwartet.

Kredit kann eingehalten werden

Apropos Entwicklungen: Bereits 1933 wurde der erste Teil der Personenunterführung Mitte mit einer Länge von 36 Metern erstellt. Aber erst rund 80 Jahre später folgte der zweite, 31 Meter lange Teil. Den Baukredit von knapp 9 Mio. Franken für den Neubau des Busterminals Süd sowie die Verlängerung der Personenunterführung genehmigte der Brugger Einwohnerrat im März 2011.

Der Teilkredit von 3,7 Mio. Franken für die Unterführung kann laut Andrea Metzler «dank einer effizienten Vorgehensweise unter der veranschlagten Kreditsumme abgerechnet werden». Begonnen haben die Bauarbeiten an der Personenunterführung schliesslich im August 2013. Der Rohbau ist Ende 2013 abgeschlossen worden und es folgten der Innenausbau und die Fertigstellung.

Mit einem Blick auf die «längere» Vorgeschichte stellte Andrea Metzler mit einem Lachen fest, dass in vielen Bereichen ein rascheres Vorgehen erwünscht sei. Verfolgt werde das Ziel, eine nachhaltige Stadtentwicklung herbeizuführen. «In der zentralen Lage um den Bahnhof Brugg sind bereits wesentliche städtebauliche Akzente gesetzt worden», sagte Andrea Metzler und erwähne etwa den Campus der Fachhochschule Nordwerstschweiz inklusive des Campussaals der Gemeinden Brugg und Windisch.

Mit dem Bau des Busterminals Süd und der Verlängerung der Personenunterführung Mitte werde diese räumliche Entwicklung fortgesetzt und gestärkt.

Geschichte ist noch nicht zu Ende

Im Bereich es Unterführung-Aufgangs, der auf den offenen Platz neben dem Busterminal Süd führt, befindet sich die WC-Anlage für die Buschauffeure. Als Option besteht gemäss Andrea Metzler die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt einen Lift direkt zum heute noch unüberbauten Baufeld F der SBB zu erstellen. «Die Geschichte ist noch nicht fertig», stellte sie fest und wies auf die Eröffnungsfeier des Busterminals am 13. Dezember hin.

Übrigens: Wie und wann es mit dem nach wie vor bestehenden Engpass beim Bahnhof, dem sogenannten «Mausloch», weitergeht, ist laut Andrea Metzler derzeit noch offen. Die Campus-Passage hätte aufgrund der fehlenden Finanzierungszusagen zurückgestellt werden müssen. Die Verbreiterung der Süssbachunterführung und ein velotauglicher Zugang zu Brugg sei in Planung.