Lupfig

Neue Meilensteine für den Flugplatz in Birrfeld

Der Flugplatz Birrfeld ist das bedeutendste Flugsportzentrum im Kanton Aargau und steht finanziell auf gesunden Beinen

Der Flugplatz Birrfeld ist das bedeutendste Flugsportzentrum im Kanton Aargau und steht finanziell auf gesunden Beinen

Auf dem Flugplatz in Lupfig werden neue Hangarbauten werden erstellt. Die Konzession wird um weitere 30 Jahre verlängert.

Mit grosser Freude blickte Werner Neuhaus, Präsident des Aero-Clubs Aargau (AeCA), an der von 122 Mitgliedern besuchten 85. Generalversammlung im «Ochsen» in Lupfig auf das Berichtsjahr zurück. Der Werkstatt-Neubau, Maintenance genannt, und der Anbau wurden fertiggestellt, ebenso die Hangars 4a und 4b. Der Umbau des Hangars 6 wurde abgeschlossen.

Im letztgenannten Gebäude fand die Alpine Air Ambulanz einen zweckdienlichen Platz.
Das Eidgenössische Departement hat – ebenfalls ein Meilenstein – die Konzession für den Betrieb des Flughafens bis ins Jahr 2048 erneuert, dies nach intensiven Verhandlungen.

Sodann hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) das neue Betriebsreglement genehmigt, allerdings erst nach mehrjährigem Kampf und einem Gerichtsprozess, bei dem der AeCA obenaus schwang. Es ging dabei um die Flugzeug-Abstellplätze, für die das Bazl überdimensionierte Durchrollgassen forderte.

Kritik an Regulierungswut

Neuhaus sparte nicht mit Kritik an der zunehmenden Regulierungswut innerhalb dieses Bundesamtes. Überaus positiv fiel die Rezertifizierung mit Zertifikat für den Club aus. Schlimme Folgen hatte ein Sturm; zwei Hangardächer mussten ersetzt werden.
Als neuer Flugplatzleiter wirkt Martin Andenmatten.

Neuhaus dankte dem scheidenden stellvertretenden Flugplatz-Chef Heinz Wyss für seine jahrzehntelangen Verdienste in den verschiedensten Bereichen. Er wird dem Club mit einem kleineren Pensum erhalten bleiben. Der Präsident erwähnte im Weitern, dass die Mülliger Kiesgrube von Holcim um 50 Hektaren ausgebaut und sich bis an die Flugplatzareal-Grenze ausdehnen wird.

Der Flugplatz steht auf finanziell gesunden Beinen. Charles Bélaz konnte denn auch eine positive Rechnung mit einem Jahresgewinn von 40 000 Franken vorlegen, dies bei Abschreibungen von 403 000 Franken. Hans Berger, Verwaltungsratspräsident der Fliegerschule Birrfeld, meldete ebenfalls ein gutes Betriebsergebnis.

2018 sind insgesamt 20 Brevetierungen vorgenommen worden. Sturmschäden waren an drei Flugzeugen zu beklagen. Die Versammlung genehmigte alle Anträge und wählte mit lang anhaltendem Applaus mit Werner Neuhaus an die Spitze des Vorstandes. René Dubs zeigte auf, dass dem Vorstand im neuen Jahr Ungemach nicht erspart bleibt.

Der Bazl-Vorschlag «Luftraumstruktur Zürich» beengt den Flugplatzbetrieb Birrfeld so stark, dass ein Überleben kaum möglich wäre. «Wir haben jedoch gute Hoffnung, dies abwenden zu können.» Ein zweites Sorgenkind ist das neue Meldewesen, das kleinste Details erfassen, Untersuchungen und Strafen nach sich ziehen sollte.

Aurelio Vasalli ging detailliert auf die Betriebskonzession und die Änderungen des Betriebsreglements ein. So war zu erfahren, dass auf Wunsch der umliegenden Gemeinden die Mittagsruhezeit von 12 bis 13 Uhr festgelegt wurde – bisher war diese von 12.30 bis 13.30 Uhr.

«Unschätzbare Verdienste»

Heinz Wyss nahm abschliessend mehrere Ehrungen vor, davon zwei besondere mit der Aufzählung einiger Stationen. Werner Hochstrasser gehört dem Club seit 80 Jahren an, Ehrenpräsident Werner Neuhaus seit 75 Jahren. Dieser habe dem Flugplatz mit den Landkäufen, dem Ausbau und während 33 Jahren als Präsident unglaublich viel gebracht.

«Dank Werner Neuhaus haben wir diese schöne Flugplatzanlage und den erfolgreichen Betrieb.» Der Ehrenpräsident rief die Anwesenden dazu auf, dem Flugbetrieb weiterhin Sorge zu tragen und mit der Bevölkerung ein gutes Einvernehmen zu pflegen.

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