«Gesundheitsregion Brugg»
Neue Arbeitsgruppe will die Kostenexplosion im Gesundheitswesen eindämmen - acht Mitglieder gibt es

Der Regionalplanungsverband hat diese Woche die neue Arbeitsgruppe «Gesundheitsregion Brugg» mit acht Mitgliedern gegründet.

Claudia Meier
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Eine neue Arbeitsgruppe soll die gute Versorgung sichern. (Symbolbild)

Eine neue Arbeitsgruppe soll die gute Versorgung sichern. (Symbolbild)

Gesundheit Aargau

Die regionale Vernetzung der Versorgungspartner im Gesundheitsbereich soll gestärkt werden. Das haben die Vorstandstandsmitglieder vom Planungsverband Brugg Regio an ihrer Sitzung am Donnerstagabend in Schinznach-Dorf entschieden.

Dazu haben sie die neue Arbeitsgruppe «Gesundheitsregion Brugg» gegründet und folgende Mitglieder gewählt: Heidi Ammon, SVP-Gemeindepräsidentin Windisch; Jürg Baur, CVP-Stadtrat Brugg und Grossrat; Ueli Müller, Gemeindeammann Riniken; Richard Plüss, Präsident Brugg Regio (SVP); Martina Sigg, Grossrätin, Verwaltungsrätin Medizinisches Zentrum Brugg; Renate Trösch, Verwaltungsratspräsidentin Sanavita Windisch; Stefan Wagner, Gemeindeschreiber Windisch und beteiligt am Pflegeheimkonzept Versorgungsregion Brugg, sowie als Beisitzerin Barbara Dethomas von der Geschäftsstelle Brugg Regio.

Abgestimmt auf die Revision 2025 des Kantons

«Ziel des Gremiums ist es, die Koordination und Zusammenarbeit der Anbieter aus der Gesundheitsversorgung und Pflege zu fördern, Synergien zu nutzen, Angebote auszubauen und die Kostenexplosion im Gesundheitswesen einzudämmen», schreibt der regionale Planungsverband am Freitagmorgen in seiner Mitteilung. Dabei soll für den Bezirk Brugg eine gesamtheitliche, koordinierte und zentrierte Gesundheitsversorgung angestrebt werden. «Passend zur kantonalen Revision der Gesundheitspolitischen Gesamtplanung 2025.»

Grundsätzlich haben die Gemeinden den gesetzlichen Auftrag, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Gesundheitsversorgung zu erfüllen. Sie sind zuständig für die Planung und Sicherstellung eines bedarfsgerechten und qualitativ guten Angebots. Im Idealfall können die Gemeinden diese Aufgaben durch verstärkte Vernetzung, Koordination und Synergienutzung erfüllen. Dabei steht den Regionalverbänden eine Planungs- und Koordinationsrolle zu.

Die Arbeitsgruppe will die Mittel kostenbewusst einsetzen

Gemäss Brugg Regio ist das Kostenwachstum im Gesundheitswesen für die Gemeinden eine grosse Belastung. Dazu beigetragen habe auch die Kostenumlagerung aufgrund der Regelung «ambulant vor stationär». Eine Ad-hoc-Gruppe unter dem Dach des Regionalplanungsverbands hatte sich deshalb in den vergangenen Monaten dieser Thematik angenommen und ist zum Schluss gekommen, dass eine bessere regionale Vernetzung der Versorgungspartner im Gesundheitsbereich sinnvoll und nötig ist. Die neu geschaffene Arbeitsgruppe soll die Entwicklung im Gesundheitswesen als Einheit mitgestalten und die Mittel wirtschaftlich sowie kostenbewusst einsetzen.

Brugg Regio setzt sich – gestützt auf das Gemeindegesetz des Kantons Aargau – für die Durchsetzung regionaler Anliegen ein.